Fortführung der Aktion "Der Weg in die Ausbildung" 2008

"Wir werben kontinuierlich für mehr Ausbildungsplätze und verstärken gleichzeitig die Instrumente, um die Ausbildungsfähigkeit von Jugendlichen zu erhöhen." Das sagten Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel und Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Donnerstag, 30.10.2008, anlässlich der Pressekonferenz in der Gesamtschule Saarbrücken-Rastbachtal, bei der sie die Aktion "Der Weg in die Ausbildung" vorstellten.

30.10.2008 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Vom 05. bis 07.11.2008 werden über 260 Praxisbeispiele und Berufsbilder an den "Schauplätzen" der Ausbildung gezeigt und Schüler auf das Berufsleben vorbereitet. An den Aktionen sind 67 Schulen und Berufsbildungszentren und über 160 Betriebe der unterschiedlichsten Branchen, Verbände, Kammern und die Berufsinformationszentren beteiligt. 5.500 Schülerinnen und Schüler von Gesamtschulen und Erweiterten Realschulen sowie Berufsbildungszentren nehmen an der Aktion "Der Weg in die Ausbildung" zur Berufswahlvorbereitung teil.

"Die Aktion "Der Weg in die Ausbildung" hat bereits 2007 alle Erwartungen übertroffen. In diesem Jahr zeigt das Riesenecho der Beteiligung, wie groß die Bereitschaft in der Gesellschaft ist, sich für die Ausbildung stark zu machen", so Minister Rippel und Ministerin Kramp-Karrenbauer. Die Aktion wurde im Jahr 2007 vom Wirtschafts- und Kultusministerium gemeinsam auf den Weg gebracht.

Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer: "Ziel der Aktion ist, mit praktischen Beispielen die Schülerinnen und Schüler noch besser auf die Ausbildung und ihre Berufswahl vorzubereiten. Der Weg von der Schule ins Berufs- und Ausbildungsleben soll damit leichter und verständlicher werden, denn der Start ins Berufsleben ist keine Nebensache. Wer gut informiert ist, kommt schneller ans Ziel. Wer sich gezielt vorbereitet, erlebt keine bösen Überraschungen."

"Im Saarland ist seit Jahren eine stabile Entwicklung im Ausbildungsbereich zu verzeichnen und auch 2008 hat sich die Lage noch spürbar verbessert. Dank des gemeinschaftlichen Engagements der Ausbildungspartner werden auch im Jahr des doppelten Abiturjahrgangs alle Jugendlichen ein Ausbildungsangebot erhalten", ergänzt Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel.

Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen wird im Saarland allerdings erheblich ansteigen, denn im Sommer 2009 werden zu den 3.400 Absolventinnen und Absolventen gymnasialer Oberstufen mit 13-jähriger Schulzeit noch 2.800 mit 12-jähriger Schulzeit hinzukommen. Damit stehen 6.200 Abiturientinnen und Abiturienten vor der Studien- beziehungsweise Berufswahl. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass rund 73 Prozent aller Abiturientinnen und Abiturienten studieren, davon etwa die Hälfte außerhalb des Saarlandes. Eine duale Ausbildung in Betrieb und Schule starten rund 20 Prozent, eine Ausbildung in den Gesundheitsberufen rund 7 Prozent. Da etwa die Hälfte der studierwilligen Jugendlichen ihr Studium sofort im Anschluss an die Schule beginnt, führt dies zu folgender Herausforderung:

  • 560 Jugendliche werden im Jahr 2009 zusätzlich ein Studium an den Hochschulen des Saarlandes beginnen,
  • 560 Jugendliche werden zusätzlich eine duale Ausbildung beginnen,
  • 200 Jugendliche werden zusätzlich eine Ausbildung im Bereich Gesundheitsberufe starten.

Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Joachim Rippel: "Die Stabilisierung des Ausbildungsmarktes und die Verbesserung der Vermittlungschancen von Jugendlichen in Ausbildung und Beschäftigung hat daher für die saarländische Landesregierung nach wie vor oberste Priorität. Aber auch die Sensibilisierung der Unternehmen für das Thema "Ausbildung" ist von herausragender Bedeutung, da absehbar ist, dass perspektivisch, aufgrund der demographischen Entwicklung ein Fachkräftemangel droht."

Die Aktivitäten auf dem Ausbildungsmarkt sind daher auf folgende Zielsetzungen ausgerichtet:

  1. Jeder Jugendliche, der ausbildungswillig und –fähig ist, soll ein Ausbildungsangebot bekommen.
  2. Hoffnungslose Fälle gibt´s nicht.
  3. Es dürfen keine Ausbildungsstellen wegen eines Mangels an geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern unbesetzt bleiben.
  4. Betriebe motivieren, ihren Fachkräftebedarf zu sichern.

"Antworten bietet das Land auch zu dem Problem, dass viele Jugendliche derzeit aufgrund persönlicher und schulischer Defizite kaum Chancen haben einen Ausbildungsplatz zu finden, obwohl angesichts eines wachsenden Bewerbermangels die Kriterien für Ausbildungsfähigkeit seitens der Wirtschaft etwas weicher geworden sind", so Minister Rippel und Ministerin Kramp-Karrenbauer abschließend.

Hintergrundinformationen:
Die Aktion "Der Weg in die Ausbildung" vom 5. bis 7.11.2008 ist Teil der Initiative "Ausbildung ist Zukunft", in der sich die Landesregierung seit Jahren mit den Partnern IHK Saarland, HWK des Saarlandes, Regionaldirektion RPS der BA für Arbeit und der Vereinigung der saarländischen Unternehmensverbände e.V. (VSU) erfolgreich für die Ausbildung stark macht.

Am Mittwoch, dem 05.11., sind 3.700 Schüler und Schülerinnen in Aktionen in Schulen, in Betrieben und in Berufsinformationszentren eingebunden, am Donnerstag, dem 06.11., sind es 2.900 Schüler und Schülerinnen und am Freitag, dem 7.11., sind es noch über 1.300 Schüler und Schülerinnen.

Die Abschlussveranstaltung zur Aktion mit Minister Rippel und Staatsekretärin Dr. Reichrath findet am 07.11.2008 von 16 bis 20 Uhr in der Aula der Uni Saarbrücken statt. An der Abschlussveranstaltung werden Projektpartner der Aktion, Schulen und Betriebe, auch Eltern, Schüler und Schülerinnen teilnehmen. Wie im letzten Jahr, werden Schulen die Abschlussveranstaltung durch Bands und Chorauftritte et cetera mitgestalten. Die Moderation übernimmt der SR, Frau Gallmeyer.

Weitere Infos und das vollständige Programm der Aktion "Der Weg in die Ausbildung" finden Sie unter (Internetadresse im Anhang) im Themenweb: Aus- und Weiterbildung.


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