Realschullehrer

Gemeinsam für die qualifizierende duale Berufsausbildung

Damit die Wirtschaft in Rheinland-Pfalz ihrer Aufgabe der Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung gerecht werden kann, ist sie auf Schulabgänger angewiesen, die mit ihren fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen bestmöglich auf den Start ins Berufsleben vorbereitet sind. Zu diesem Zweck wurde vor eineinhalb Jahren die Rahmenvereinbarung zwischen dem Land, der Wirtschaft und der Arbeitsagentur über die Zusammenarbeit im Bereich der Berufswahlvorbereitung abgeschlossen.

25.02.2011 Pressemeldung Verband Reale Bildung

In einem Gespräch zwischen den rheinland-pfälzischen Handwerkskammern und dem Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) musste festgestellt werden, dass der feierlichen Unterzeichnung der Vereinbarung und zahlreichen "Sonntagsreden" zum Thema, wenig Taten gefolgt sind. Die individuelle Betreuung und gezielte Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler setzt optimale Rahmenbedingungen in den Schulen voraus.

Die Realschule plus könnte sich als "Premiumschule für individuelle Förderung" präsentieren. "Solange aber 30 Kinder in einer Berufsreifeklasse unterrichtet werden müssen, werden alle gut gemeinten Maßnahmen scheitern", fürchtet der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst.

Nach der Rahmenvereinbarung sind in jeder Schule Verantwortliche für die Berufswahlvorbereitung zu benennen. Diese Lehrkräfte müssen allerdings auch die dafür erforderlichen Kompetenzen mitbringen oder durch intensive Fortbildungsmaßnahmen erwerben. Darüber hinaus ist diese verantwortungsvolle Tätigkeit nicht ohne zeitliche Ressourcen und Anreize zu realisieren. Sie sollten z.B. in Form von Entlastungsstunden oder eines Beförderungsamtes zur Verfügung gestellt werden.

Die Vertreter der Kammern und des VDR waren sich einig in dem Ziel, qualifizierten Nachwuchs für die Ausbildung im Dualen System zu gewinnen. Nur eine starke und attraktive Realschule plus kann diesen Anspruch erfüllen und die entsprechende Anzahl von Bewerbern dafür stellen. Die Eltern müssen stärker über die Gleichwertigkeit von schulischer und beruflicher Bildung informiert werden. "Nach mit gutem Ergebnis abgeschlossener Lehre kann der Gesellenbrief heute praktisch als Beschäftigungsgarantie angesehen werden", so die Vertreter der Handwerkskammern.

www.realschule-vdr.de

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden