Hambacher Schloss wird zum Jubiläumsfest barrierefrei umgebaut
Der Vorstand der Stiftung Hambacher Schloss möchte die Attraktivität dieses wichtigen Denkmals der deutschen Demokratiegeschichte weiter steigern – nicht zuletzt mit Blick auf das 175. Jubiläum des Hambacher Freiheitsfestes im Mai 2007. Deshalb soll das Gebäude barrierefrei umgebaut und der Eingangsbereich aufgewertet werden.
23.05.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)Professor Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, und die Leiterin der Abteilung Bauwesen im Ministerium der Finanzen, Ministerialdirigentin Renate Kreckel, stellten heute bei einem Pressegespräch im Hambacher Schloss die entsprechenden Pläne der Öffentlichkeit vor.
Unter dem Motto "wegweisend….auf Geschichte bauen" werden in Rheinland-Pfalz im staatlichen Hochbau baukulturelle Schwerpunkte gesetzt. Auch beim Hambacher Schloss, das sich seit dem Jahr 2002 im Eigentum der Stiftung Hambacher Schloss befindet, sieht sich das Land gemeinsam mit den Stiftern auf der kommunalen Ebene in der Pflicht.
Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand der Stiftung Anfang des Jahres 2004 die barrierefreie Erschließung sowie die Verbesserung der Eingangssituation des Schlosses beschlossen. Im Zusammenhang mit der Initiative "Dialog Baukultur Rheinland-Pfalz" wurde für das Hambacher Schloss ein Architektenwettbewerb ausgelobt. Das Preisgericht empfahl in seiner Sitzung am 11. Oktober 2005, den renommierten Architekten Professor Max Dudler mit dem ersten Bauabschnitt zu beauftragen.
"Dudler hat sich in der jüngsten Vergangenheit im Umgang mit historischer Bausubstanz einen Namen gemacht", begründete Hofmann-Göttig die Entscheidung. Als Beispiele nannte er den Neubau der Diözesanbibliothek in Münster und den Bau des Museums Rittersport in Waldenbuch bei Stuttgart. "Dudlers Arbeiten zeichnen sich durch hohe Sachlichkeit und eine zeitlose Moderne aus. Vor diesem Hintergrund haben wir nach meiner Überzeugung die richtige Wahl für das Hambacher Schloss getroffen", sagte der Staatssekretär.
Ministerialdirigentin Kreckel stellte die Planungen im Einzelnen vor. Mit einem Aufzug werden künftig alle Ebenen des Gebäudes erschlossen. Auch sollen die heutigen brandschutztechnischen Anforderungen erfüllt werden. So ist zwingend ein zweiter Rettungsweg zu schaffen. Darüber hinaus werden die Toiletten und die Garderoben im Ein¬gangsbereich in ihren Funktionalitäten und Gestaltungen den heutigen Bedürfnissen angepasst. Weiterhin wird auf der Foyerebene eine Anrichte mit einer Küchenzeile installiert, um den angrenzenden Festsaal reibungslos bedienen zu können.
Die 3,3 Mio. € Baukosten umfassende Maßnahme wird außerplanmäßig aus dem Haushalt des Ministeriums für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur finanziert. Entsprechende Einsparungen werden an anderen Stellen im Landeshaushalt erbracht. Auch Kreis und Kommune beteiligen sich anteilmäßig an der Finanzierung.
In diesen Tagen werden die Ausschreibungen veröffentlicht. Mit den Bauarbeiten soll Anfang August begonnen werden.
Die Baumaßnahme wird durch den Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung, Niederlassung Landau koordiniert und begleitet. Das Büro Dudler ist mit der Planung und Bauleitung beauftragt.
Die Baumaßnahmen sollen pünktlich zur 175. Wiederkehr des Hambacher Festes im Mai 2007 abgeschlossen sein.
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