Inanspruchnahme von Meister-BAföG rückläufig

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung hat sich in Bayern im Jahr 2006 die Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) leicht um 1 800 oder 4,5 Prozent auf 37 400 Empfänger vermindert. Gleichzeitig sanken die Förderungszusagen um fünf Prozent auf 93,2 Millionen Euro. Der durchschnittliche Förderbetrag je Fall erhöhte sich jedoch um fast 40 Euro auf 3 580 Euro.

21.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Statistik

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, erhielten im Jahr 2006 in Bayern 37 400 Fachkräfte, die sich auf die Meister- oder Technikerprüfung vorbereiteten oder einen gleichwertigen Berufsabschluss anstrebten, Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Nachdem die Beanspruchung des "Meister-BAföG" seit seiner Reform zum 1. Januar 2002 laufend angestiegen war – 2001 hatten es in Bayern nur 12 500 Personen bezogen, 2005 waren es dagegen 39 100 – ging sie im Berichtsjahr erstmals wieder um rund 1 800 Fälle oder 4,5 Prozent zurück. Vor allem von Frauen wurden 2006 die Mittel aus dem AFBG seltener als in den Vorjahren bean-tragt. Die Zahl der weiblichen Geförderten reduzierte sich gegenüber 2005 um 7,6 Prozent, diejenige der Männer aber nur um 2,8 Prozent. Konstant geblieben sind hingegen mit rund 1 000 Leistungsbeziehern die Unterstützungen für ausländische Fachkräfte. Für diesen Personenkreis hatte das Reformgesetz die Fördervoraussetzungen erheblich erleichtert.

Als Folge der Gesetzesänderungen von 2002 waren auch die Förderungszusagen aus Mitteln nach dem AFBG drastisch gestiegen. Sie hatten sich vor Bekanntwerden der Novelle – also vor 2001 - auf rund 34 Millionen Euro eingependelt, verdoppelten sich dann 2002 auf rund 70 Millionen Euro und machten 2005 mit 98,1 Millionen Euro fast das Dreifache dieser Summe aus. Auch hier ergab sich im vergangenen Jahr ein leichter Abwärtstrend. Die Aufwendungen sanken um fünf Prozent auf 93,2 Millionen Euro. Hiervon wurden 27,8 Millionen Euro als Zuschuss und 65,4 Millionen Euro als Darlehen bewilligt. Von der bereitgestellten Darlehenssumme wurden 86 Prozent ausgezahlt, der Rest aber nicht abgerufen. Im Schnitt erhielt ein Geförderter im Berichtsjahr 3 580 Euro, das waren rund 40 Euro mehr als im Jahr davor.


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