Kabinett beschließt Hilfe für sozial benachteiligte Berufsschüler
An Berufsschulzentren können in Zukunft Schüler aus sozialen Brennpunkten mit Lern- und Motivationsschwierigkeiten sozialpädagogische Unterstützung erhalten. Eine entsprechende Richtlinie, wonach der Einsatz von Sozialpädagogen gefördert werden kann, hat das Kabinett unlängst gebilligt.
07.10.2005 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus"Wir wollen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass sozial benachteiligte oder lernschwache Jugendliche erfolgreich eine berufliche Ausbildung beginnen können", so Kultusminister Steffen Flath. Die sozialpädagogischen Fachkräfte sollen Schülern im Berufsvorbereitungsjahr bei der Ausbildungsvorbereitung und Berufswahl helfen. Meist müsse bei den betroffenen Berufsschülern zunächst einmal die Bereitschaft geschaffen werden, etwas lernen zu wollen, so Flath. Einigen fehle auch die Motivation, überhaupt einen Beruf zu wählen.
Für die Beschäftigung von Sozialpädagogen stehen in diesem und nächstem Jahr insgesamt 1,8 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert werden 90 Prozent der Personalkosten. Antragssteller und Zuwendungsempfänger sind die Träger öffentlicher Berufsschulzentren, an denen ein Berufsvorbereitungsjahr eingerichtet ist. Mit der neuen Fördermöglichkeit können bis zu 30 Sozialpädagogen an den insgesamt 80 Beruflichen Schulzentren mit Berufsvorbereitungsjahr beschäftigt werden.
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