Kinder sind Spiegel der Gesellschaft

Der Bayerische Elternverband appelliert zum Weltkindertag an die Verantwortlichen in Politik und Öffentlichkeit, Kinder und Jugendliche als das wahrzunehmen, was sie sind: Menschen, die durch die Gesellschaft geprägt werden, in der sie leben. Eltern bemühten sich, ihre Kinder auf das Leben vorzubereiten. Dass Erziehung nicht immer erfolgreich sei, liege in der Natur der Sache, dürfe aber nicht dazu führen, Eltern Desinteresse an ihren Kindern zu unterstellen.

19.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

"Schlagworte wie 'Erziehungsnotstand' und 'Wohlstandsverwahrlosung' bringen uns nicht weiter", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands, anlässlich des Weltkindertags. Studien und auch persönliche Erfahrung zeigten, dass Kinder und Jugendliche erheblich besser seien als ihr Ruf. "Über die schlimme Jugend haben diejenigen, die sich veränderten gesellschaftlichen Bedingungen anpassen müssen, schon immer gejammert."

Wichtig für eine positive Entwicklung der Kinder sei die Unterstützung der Familien. Dabei gehe es keineswegs allein um finanzielle Unterstützung, auch wenn immer Kinder in relativer Armut lebten, so dass jeder zusätzliche Euro für die Schule in solchen Familien ein Problem sei. Mindestens genauso wichtig sei die ideelle Unterstützung, die Anerkennung der Leistung, die gerade auch in bildungsfernen Familien erbracht würde. "In gesicherten Verhältnissen fällt es leichter, Kindern ein positives Weltbild mitzugeben.

Eltern, die trotz Schulabschluss seit Jahren arbeitslos sind, können ihren Kindern nur mit Mühe vermitteln, dass trotz geringer Aussicht auf einen Ausbildungsplatz fleißiges Lernen für den Quali angesagt ist."

Der Bayerische Elternverband wünscht sich einen wohlwollenderen Blick der Gesellschaft auf die Familien. Dann können diese ihre Kräfte mobilisieren und leichter um Unterstützung bitten, wenn sie Unterstützung brauchen.


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