Kraft: Software für Bildkommunikation eröffnet der kardiologischen Versorgung neue Möglichkeiten

"Die Online-Bildkommunikation von Ultraschall-Bildern bedeutet nicht nur etwa in der Notfallmedizin einen lebensrettenden Zeitgewinn, sondern hilft den Kliniken zugleich, erhebliche Kosteneinsparungen durch den Wegfall von Doppeluntersuchungen zu realisieren", betonte Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft bei ihrem Besuch der ITZ Medicom GmbH & Co.KG in Krefeld - eines der Gewinnerunternehmen im ZukunftsWettbewerb Ruhrgebiet. In Zusammenarbeit mit der Ruhruniversität Bochum, dem Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen und dem Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen (ZTG GmbH) in Krefeld entwickelt und realisiert das Unternehmen eine herstellerunabhängige Bilddatentransfer-Software, die Ultraschall-Bilddaten automatisch in das weltweit gültige Standard-Format DICOM 3 konvertiert und sie so einer einheitlichen digitalen Verarbeitung zugänglich macht - bis hin zum reibungslosen Online-Austausch. Das optimiert Diagnose- und Befundungsprozesse. Zeitnahe und damit kostentreibende Doppeluntersuchungen werden vermieden, weil die Daten online verfügbar sind. Kliniken können auf ihren vorhandenen Ultraschallbild-Betrachtungssystemen an anderer Stelle mit anderen Geräten gewonnene Bilder visualisieren und befunden. Für die Notfallmedizin ergibt sich zudem ein mitunter lebensrettender Zeitgewinn etwa durch extern vorgenommene Sofortdiagnostik akuter Herzprobleme.

22.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

"Die innovativen Softwareentwicklung von ITZ Medicom ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus der engen Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Unternehmern marktfähige und marktreife Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entstehen. Damit werden neue Arbeitsplätze in die ehemaligen Montanregionen des Landes geholt. Die Kooperation zwischen Wissenschaftlern und Unternehmen ist eine Goldader, die noch nicht ausreichend erschlossen ist. Die mittelständische Wirtschaft muss dauerhaft innovationsfähig bleiben, um der wachsenden Konkurrenz auch international Herr zu werden. Darum werden wir den Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet noch bis zum Jahr 2006 weiterführen." Damit rief NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft die Unternehmen und Wissenschaftler dazu auf, sich an dem Förderwettbewerb zu beteiligen.

Weiter betonte die Ministerin, das ZTG Zentrum für Telematik im Gesundheitswesen biete für die Vorstellung des Projektes eine hervorragende Plattform. Das ZTG sei nicht nur neben dem Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, Projektpartner der ITZ Medicom. "Es spielt zugleich in der Initiative "e-health-nrw", die das Land im August 2003 gestartet hat, eine zentrale Rolle", verwies Kraft auf das Konzept der Landesregierung zur Bündelung der Telematikprojekte in NRW. Die Initiative zielt darauf ab, mit Hilfe von Modellprojekten den Aufbau einer flächendeckenden Telematikarchitektur und -infrastruktur voran zu treiben. "Die Landesregierung verspricht sich von diesem Zentrum einen wesentlichen Beitrag für Weiterbildung, Forschung und Lehre, aber auch für die praktische Anwendung der Telematik in der Gesundheitsversorgung", so Kraft.

"Aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union stehen insgesamt 100 Millionen Euro bereit, mit denen Projekte der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert werden können. Die Landesregierung vergibt die Fördermittel in einem echten Wettbewerbsverfahren. Die Auswahl wird mit Unterstützung einer unabhängigen Jury getroffen. Bisher wurden von rund 430 eingereichten Projekten mehr als 70 als förderungswürdig ausgewählt", erklärte Kraft.

Bewerben können sich Unternehmen aus sog. Ziel 2-Gebieten in NRW. Das sind große Teile des Ruhrgebiets, doch auch z. B. die Stadt Krefeld und Teile des Kreises Heinsberg im ehemaligen Aachener Revier. Für den Wettbewerb zugelassen sind Projekte, die die Unternehmen gemeinsam in Kooperationen mit mindestens einer Hochschule oder einem Forschungsinstitut (die nicht im Ziel 2-Gebiet liegen müssen) konzipiert haben. Technologieorientierte Produkt-, Verfahrens- oder Dienstleistungsentwicklungen werden mit bis zu maximal 50 Prozent der Projektkosten gefördert. Für kleine und mittlere Unternehmen wurde das Antragsverfahren vereinfacht.

Weitere Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie bei:
ZENIT GmbH
Dohne 54
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel.: 0208/30004-0
Fax: 0208-30004-68
E-Mail: .
Im Internet finden sich alle Informationen zum Wettbewerb unter:
www.zukunftswettbewerb.de.


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