Kulturminister Zöllner zeichnet den renommierten Bildhauer Ansgar Nierhoff mit dem Kunstpreis des Landes Rheinland-Pfalz aus

Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, hat heute den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis 2004 an den renommierten Bildhauer Professor Ansgar Nierhoff verliehen.

01.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Das Land würdigt mit dieser Auszeichnung einen herausragenden Künstler, einen ausgezeichneten Lehrer und einen überzeugenden Sprecher für die Belange der bildenden Kunst in Rheinland-Pfalz", sagte Zöllner bei einer Festveranstaltung im Schloss Waldthausen in Budenheim bei Mainz.

Neben Nierhoff zeichnete der Kulturminister zwei weitere Künstler aus. Paloma Varga Weisz und Jan Leven erhielten den mit jeweils 3.000 Euro dotierten Förderpreis des Landes.

In seinem Festvortrag charakterisierte Zöllner den 1941 in Meschede geborenen Nierhoff als einen leidenschaftlichen Künstler und Hochschullehrer, der seinen Mitmenschen viel gebe, sie aber auch fordere. Sein Werk erschließe sich nicht mit dem einmaligen, schnellen Blick, sondern bedürfe der Aufmerksamkeit und Intensität der Betrachterin und des Betrachters.

Nierhoff gehe es um Verbesserung der Lebensbedingungen mit und durch das Kunstwerk und um Annäherung an eine Idealität auf der Basis von künstlerischer und menschlicher Erfahrung.

In Rheinland-Pfalz sei Nierhoff, der zu den bedeutendsten Plastikern der Gegenwart zähle, seit 15 Jahren präsent, vor allem auch als äußerst engagierter Professor der Kunstakademie der Johannes Gutenberg-Universität. "Durch seine Berufung hat die künstlerische Ausbildung in Mainz zweifellos an Ansehen hinzugewonnen", stellte Zöllner fest.

Er bedauerte, dass es bislang im öffentlichen Raum in Rheinland-Pfalz keine Arbeiten von Nierhoff zu sehen gebe. Umso erfreuter zeigte sich der Minister darüber, dass mit der Verleihung des Kunstpreises eine kleine, aber feine Ausstellung seiner Werke im Schloss Waldthausen verbunden ist. Sie sei das Ergebnis einer langjährigen guten Zusammenarbeit zwischen dem Kulturministerium und dem Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz. Dies gelte auch für den gemeinsam herausgegebenen Katalog zu den Förderpreisträgern.

Zöllner verwies darauf, dass Rheinland-Pfalz seinen Kunstpreis - die höchste Auszeichnung des Landes für Kulturschaffende - seit 1956 verleiht. Mit ihm würden, jährlich abwechselnd, herausragende Leistungen in der Bildenden Kunst, der Literatur, der Musik und der darstellenden Kunst gewürdigt. Die Träger dieses Preises - wie auch des Förderpreises - müssten durch ihr Leben oder künstlerisches Wirken in besonderer Weise mit dem Land Rheinland-Pfalz verbunden sein.

Nierhoff füge sich in eine Reihe namhafter Preisträgerinnen und Preisträger aus dem Bereich der bildenden Kunst ein - von Emy Röder, die den ersten Kunstpreis 1956 erhalten habe, über Michael Croissant und Franz Bernhard bis hin zu Erwin Wortelkamp, der 1995 zuletzt als bildender Künstler ausgezeichnet worden war.

Lobend äußerte sich der Kulturminister auch über die beiden Förderpreisträger, den 1960 geborenen Jan Leven, der im Kreis Daun in der Eifel lebt, und die in Neustadt an der Weinstraße aufgewachsene Paloma Varga Weisz (Jahrgang 1966). Beide hätten ihre außergewöhnliche Begabung schon unter Beweis gestellt. Weitere anspruchsvolle Werke seien zu erwarten, prophezeite Zöllner.

Die Werkentwickung Jan Levens zeuge nach Meinung der Jury von einem sensiblen formalen und räumlichen Empfinden sowie von künstlerischer Entschiedenheit, die durch Klarheit und Leichtigkeit besteche.

Über Paloma Varga Weisz habe die Jury geurteilt, dass die künstlerische Tiefe ihrer ungewöhnlichen Motive und skurrilen Skulpturen gleichermaßen von Ernsthaftigkeit wie von Fantasie zeugten.


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