Kultusministerin Karin Wolff: "Gemeinsam beschlossenes Förderkonzept unterstützt junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf"
Das Hessische Kultusministerium hat gemeinsam mit dem Hessischen Sozialministerium, dem Hessischen Städtetag, dem Hessischen Landkreistag sowie der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur für Arbeit eine Vereinbarung unterzeichnet, die die Voraussetzungen schaffen soll, Jugendliche früher auf das Berufsleben vorzubereiten und eine optimale berufliche Orientierung zu ermöglichen. Die beteiligten Partner übernehmen in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen die Verantwortung dafür, dass die in dieser Vereinbarung formulierten Strategien und praktischen Konzepte umgesetzt werden. Daneben hat das Land die Aufgabe, seine Programme, Maßnahmen und Arbeitsansätze zwischen den Ministerien im Sinne des Gelingens der Kooperation abzustimmen.
16.10.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenHintergrund dieser Vereinbarung ist der gemeinsame Beschluss der Jugend- und Kultusministerkonferenz im Jahr 2004 zur "Stärkung und Weiterentwicklung des Gesamtzusammenhangs von Bildung, Erziehung und Betreuung". Um diesen Beschluss auf Landesebene in Hessen umzusetzen, gründeten Landesregierung, Agentur für Arbeit und Kommunale Spitzenverbände eine Arbeitsgruppe. Die daraus resultierende Vereinbarung empfiehlt, die Prinzipien "frühzeitig fördern", "Übergänge begleiten", "frühzeitige berufliche Orientierung und Vorbereitung ermöglichen" sowie "innovative Ansätze fördern" in regionalen Netzwerken umzusetzen und dabei individuelle Förderpläne zu entwickeln und zu nutzen. Dies greift Elemente auf, die sich in der Praxis bereits an vielen Orten bewährt haben und künftig einen entscheidenden Beitrag dazu leisten können, den Übergang von der Schule in den Beruf in allen Landesteilen deutlich zu verbessern.
"Seit Jahren arbeiten hessische Schulen eng mit Unternehmen ihrer Region zusammen. Diese enge Kooperation sorgt für mehr Praxisnähe im Unterricht. Trotzdem benötigen immer noch viele Schülerinnen und Schüler Hilfe bei der Berufsorientierung und Berufswahl. Deshalb ist es wichtig und sinnvoll, dass durch gemeinsames Handeln innovative Förderkonzepte für benachteiligte Jugendliche entwickelt und umgesetzt werden", erklärte Kultusministerin Karin Wolff. Durch die Vielzahl der beteiligten Partner sei die Umsetzung der Empfehlungen garantiert. Damit könne nachhaltig die Übergangssituation junger Menschen von der Schule ins Berufsleben verbessert werden. Um dieses Ziel zu verfolgen, hat das Hessische Kultusministerium Pilotprojekte durchgeführt, die zu einer verstärkten Kooperation und Netzwerkbildung zwischen Jugendhilfe und Schule auf regionaler Ebene beigetragen haben. Eine systematische Verstärkung der Netzwerkbildung zwischen Schule und Jugendberufshilfe ist jedoch über regionale Ansätze hinaus hessenweit erforderlich.
Hintergrund:
Um die Zusammenarbeit der Paktpartner zu stärken, wurde bereits im Rahmen des "Hessischen Pakts für Ausbildung 2007 bis 2009" vereinbart, insbesondere benachteiligte Jugendlicher in regionalen Netzwerken mit gemeinsamer Anlaufstelle zu fördern. Im Rahmen des gemeinsamen Projekts "Optimierung der lokalen Vermittlungstätigkeit (OloV)" soll auf lokaler Ebene die Information verbessert, Transparenz hergestellt und Doppelarbeit vermieden werden.
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