Kultusministerium warnt vor Schwarzmalerei

Das Kultusministerium warnt vor Schwarzmalerei hinsichtlich der Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen des Landes im kommenden Schuljahr.

07.02.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Die Behauptung des Vorsitzenden der Berufschullehrerverbände, Waldemar Futter, dass zum nächsten Schuljahr mit massiven Unterrichtsausfällen zu rechnen sei, ist nicht nachvollziehbar. Die Aussage, dass die flächendeckende Einführung der Fremdevaluation in allen Schularten zu Lasten der Unterrichtsversorgung an den beruflichen Schulen geht, ist falsch. Bereits bisher waren spezifische und mittlerweile abgeschlossene Modellversuche zur Fremdevaluation im beruflichen Bereich mit Ressourcen ausgestattet. Die frei gewordenen Ressourcen werden jetzt für die Umsetzung des allgemeinen Evaluationskonzepts eingesetzt. Dies führt nicht zu Unterrichtsausfällen an den beruflichen Schulen.

Die Schülerzahlen im beruflichen Bereich erreichen nach der neuesten Prognose des Statistischen Landesamtes ihren Höhepunkt bereits 2008/09, und nicht wie bisher angenommen - und vom Berufsschullehrerverband so mitgeteilt - im Schuljahr 2009/10.

Diese Entwicklung wird bei der Feststellung des zukünftigen Lehrerbedarfs der beruflichen Schulen zu berücksichtigen sein. Die Unterrichtsversorgung wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Das Kultusministerium weist ausdrücklich darauf hin, dass das strukturelle Defizit bei der Unterrichtsversorgung an den Beruflichen Schulen in den letzten fünf Jahren von 6,8 auf 4,3 Prozent reduziert werden konnte. Es fällt damit so niedrig aus wie nie zuvor. Dazu hat beigetragen, dass in der vergangenen Legislaturperiode weit über 1.000 Neustellen im beruflichen Bereich geschaffen und gleichzeitig alle frei gewordenen Stellen wiederbesetzt worden sind. Schwierigkeiten hinsichtlich der Einstellung neuer Lehrkräfte im beruflichen Bereich entstehen bisher, da für bestimmte Fächer (z.B. Maschinenbau; Elektrotechnik) nicht die erforderliche Anzahl an geeigneten Bewerber zur Verfügung steht. Das Kultusministerium begegnet dem Engpass in einzelnen Fächern durch die Einstellung so genannter Direkteinsteiger, die über einen Universitätsabschluss und mehrjährige Berufserfahrung verfügen. Probleme gibt es auch in einzelnen Regionen des Landes, die offenbar für Lehrkräfte wenig attraktiv sind.


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