Land unterstützt Weiterbildung mit 1,6 Millionen Euro
Mit einer Gesamtsumme von rund 1,6 Millionen Euro wird das Land im kommenden Jahr die zwölf schleswig-holsteinischen Weiterbildungsverbünde unterstützen, in denen rund 500 Weiterbildungseinrichtungen organisiert sind.
01.12.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-HolsteinWissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager, der die Förderbescheide heute (1. Dezember) in Kiel überreichte, sieht damit ein erstes Etappenziel aus dem Arbeitsprogramm der Landesregierung erreicht: "Der globale Wettbewerb ist längst ein Wettbewerb der Bildungssysteme. Mit der Entwicklung in Wissenschaft und Technik hat sich unser Wissen rasant vermehrt, gleichzeitig verlieren Kenntnisse und Fähigkeiten, die gestern noch richtig und wichtig waren, immer schneller an Bedeutung. Lernen ist somit mehr denn je eine Lebensaufgabe", sagte de Jager. Schleswig-Holstein habe sich zum Ziel gesetzt, die Weiterbildung in qualitativer wie in quantitativer Hinsicht auszubauen und sei damit auf dem richtigen Weg.
Die 1,6 Millionen Euro Fördermittel stammen vom Land sowie aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). Zu den Aufgaben der Weiterbildungsverbünde und ihrer 500 Weiterbildungsinstitutionen gehören die Information und Beratung von Bürgerinnen und Bürgern sowie kleiner und mittelständischer Unternehmen zu allen Fragen der Weiterbildung.
Staatssekretär de Jager dankte der "Kommission Weiterbildung" sowie den Weiterbildungsverbünden für die hervorragenden Leistungen, die auch über die Landesgrenzen hinaus anerkannt seien und erinnerte daran, dass die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung in ihrem Strategiepapier 2004 die Weiterbildungsverbünde in Schleswig-Holstein als bundesweit einziges "good-practice" - Beispiel der Erwachsenenbildung aufführte.
Nach dem Weiterbildungsbericht ist Schleswig-Holstein im Bundesvergleich gut aufgestellt. Danach halten 97 Prozent aller Schleswig-Holsteiner lebenslanges Lernen für notwendig. 79 Prozent der Befragten haben sich im Jahr 2003 weitergebildet (durch Teilnahme an organisierten Weiterbildungsmaßnahmen oder durch Selbstlernen). 56 Prozent bewerteten den Überblick über ihre Weiterbildungsmöglichkeit mit gut. Im Vergleich mit den alten Bundesländern liegt Schleswig-Holstein hier deutlich vorn. Handlungsbedarf besteht nach den Worten von de Jager bei der beruflichen Weiterbildung. Hier zeichne sich sowohl in Schleswig-Holstein als auch im Bundesgebiet ein Beteiligungsrückgang ab. "Dieser Rückgang ist unakzeptabel. Schleswig-Holstein darf mit seinen Anstrengungen zur Erhöhung der Weiterbildungsteilnahme nicht nachlassen", sagte de Jager.
Hinweis für die Redaktionen:
Folgende Ansprechpartner der regionalen Weiterbildungsverbünde stehen den Bürgerinnen und Bürgern für weitere Auskünfte zur Verfügung.
- Weiterbildungsverbund Dithmarschen
Herr Rainer Haupt, Telefon 04852/83 84-16 - Weiterbildungsverbund Flensburg
Herr Ingo P. Sonn, Telefon 0461/ 807 2862 - Weiterbildungsverbund Kiel / Kieler Forum Weiterbildung
Herr Alfred Hoffmann, Telefon 0431/59 06-335 - Weiterbildung in Lübeck
Herr Harald Poppner, Telefon 0451/7 06 55-41 - Weiterbildungsverbund Neumünster - Mittelholstein
Herr Dirk Kessemeyer, Telefon 04321/92 91 81 - Weiterbildungsverbund Nordfriesland
Frau Dr. Gabriele Lamers, Telefon 04841/67-518 - Weiterbildungsverbund Ostholstein / Plön
Frau Pia Klepel, Telefon: 04361/62 07 10 - Weiterbildung Kreis Pinneberg
Frau Ilka von Engel, Telefon 04101/21 13 95 - Weiterbildungsverbund Rendsburg-Eckernförde
Frau Julia Plehnert, Telefon 04873/18 73 - Weiterbildungsverbund Kreis Segeberg
Herr Klaus Bostelmann, Telefon 040/53 59 59 10 - Weiterbildungsverbund Steinburg
Herr Jürgen Hansen, Telefon 04821/40 30 28-4 - Weiterbildungsverbund Stormarn, Herzogtum Lauenburg
Herr Dr. Albrecht Iwersen, Telefon 04531/181 549
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