Mehr als 15 000 Baden-Württemberger streben Schulabschlüsse auf dem Zweiten Bildungsweg an

Aus Anlass des erstmals durchgeführten "Deutschen Weiterbildungstags" am 15. Juni 2007 legt das Statistischen Landesamt Zahlen über die Weiterbildung in Baden-Württemberg vor. Der "Deutsche Weiterbildungstag" ist eine Initiative des Bundesverbandes der Träger Beruflicher Bildung e.V. (BBB) und des deutschen Volkshochschulverbandes DVV unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Horst Köhler.

14.06.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

"Weiterbildung" kann grob als organisiertes Lernen nach Abschluss einer ersten Ausbildungsphase umrissen werden. Hierzu zählen unter anderem auch die Fachschulen, an denen sich gegenwärtig 18 420 Schülerinnen und Schüler nach Abschluss ihrer Erstausbildung und einer zeitweisen entsprechenden Berufstätigkeit beruflich weiterbilden. Fast ein Drittel von ihnen nutzt dabei private Einrichtungen. Fachschulen umfassen Angebote in einer Vielzahl von Bereichen, hierzu zählen unter anderem die Meisterschulen, die Fachschulen für Technik, für Betriebswirtschft oder für Gestaltung. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Geamtschülerzahl nahezu konstant, allerdings verzeichneten die privaten Fachschulen einen Zuwachs um knapp 3 Prozent auf nun 5 947 Schülerinnen und Schüler.

Fachschulen sind aber nur ein Aspekt der Weiterbildung. Darüber hinaus streben 15 312 Weiterbildungswillige im Schuljahr 2006/07 einen höherwertigen Schulabschluss auf dem Zweiten Bildungsweg an: 3 403 wollen an einer Abendrealschule oder einer Berufsaufbauschule den Realschulabschluss erreichen, 6 671 besuchen den Unterricht an einem Berufskolleg zum Erwerb der Fachhochschulreife und 5 238 haben sich durch den Besuch eines Abendgymnasiums, eines Kollegs, einer Technischen oder Wirtschaftsoberschule das Abitur als Ziel gesetzt.

Weiterbildung findet aber nicht nur im formal-schulischen Bereich statt. So bieten beispielsweise auch die Volkshochschulen eine breite Palette an Veranstaltungen mit Weiterbildungscharakter an. Insgesamt besuchten nach Angabe des Volkshochschulverbands im Jahr 2005 fast 1,2 Millionen Teilnehmer die mehr als 110 000 Kurse und Lehrgänge der Volkshochschulen in Baden-Württemberg. Am beliebtesten war dabei das Thema "Gesundheit": Knapp 37 Prozent der Teilnehmerzahl entfiel hierauf. Rund 27 Prozent hatten sich für einen Sprachkurs entschieden, gut 17 Prozent für eine Veranstaltung im Bereich "Kultur–Gestalten" und 10 Prozent für den Programmbereich "Arbeit–Beruf".

Nach den Ergebnissen des Mikrozensus hatten mehr als 11 Prozent der Baden-Württemberger im Jahr 2006 an einer Lehrveranstaltung zur beruflichen oder allgemeinen Weiterbildung teilgenommen. Hierzu zählen unter anderem Angebote wie der Erwerb von Kenntnissen für den beruflichen Aufstieg, für die Einarbeitung in neue berufliche Aufgaben, für persönliche oder soziale Zwecke.


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