Meister-BAföG 2009 stärker in Anspruch genommen

Finanzieller Aufwand lag in Bayern bei 124,6 Millionen Euro Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt nahm 2009 die Inanspruchnahme der Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) weiter zu. Insgesamt erhielten 46 700 Personen das sogenannte "Meister-BAföG", das waren 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Förderzusagen stiegen ebenfalls deutlich an. 2009 wurden in Bayern 124,6 Millionen Euro für Leistungen nach dem AFBG bewilligt. Im Vorjahr lag der finanzielle Aufwand noch bei 102,2 Millionen Euro.

11.08.2010 Pressemeldung Bayerisches Landesamt für Statistik

Der durchschnittliche Förderbetrag pro Fall lag damit bei 3 684 Euro (2008: 3 456 Euro). Im letzten Jahr erhielten in Bayern rund 46 700 Personen Leistungen nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Mit diesem so genannten "Meister-BAföG" wird die Fortbildung von Handwerkern und anderen Fachkräften u.a. zu Meistern, Technikern oder Betriebswirten gefördert. Die Zahl der Geförderten stieg damit gegenüber dem Vorjahr um knapp 6 000 Personen oder um 14 Prozent. Ein deutlicher Anstieg war auch bei den Förderzusagen zu verzeichnen, denn im letzten Jahr wurden 124,6 Millionen Euro für Leistungen nach dem AFBG bewilligt, dies entspricht einem Plus von 22,4 Millionen oder 22 Prozent gegenüber 2008 (102,2 Millionen Euro). Der durchschnittliche Förderbetrag je Fall erhöhte sich damit um 228 Euro oder fast 7 Prozent auf 3 684 Euro. Diese Entwicklung ist auch auf die Neuerungen des zweiten Gesetzes zur Änderung des AFBG zurückzuführen, mit dem die Förderung der beruflichen Qualifikation für Maßnahmen verbessert wurde, die nach dem 01.07.2009 bewilligt wurden.

19 300 Geförderte (41 Prozent) nahmen im letzten Jahr an Maßnahmen in Vollzeit teil, 27 500 Personen (59 Prozent) bildeten sich beruflich in Teilzeitmaßnahmen weiter. Die Zahl der geförderten Teilnehmer an Vollzeitmaßnahmen stieg gegenüber 2008 (15 900 Personen) mit 21 Prozent deutlich stärker als die der Leistungsempfänger, die sich für Fortbildung in Teilzeitform entschieden hatten. Deren Zahl stieg um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr (25 000 Personen).

4 700 Fachkräfte (10 Prozent der nach dem AFBG Geförderten) bildeten sich 2009 in Fernlehrgängen an öffentlichen oder privaten Instituten beruflich fort. 40 Prozent der Fortbildungsteilnehmer (18 900 Personen) besuchten Lehrgänge an öffentlichen Instituten, 20 Prozent (9 600) verbesserten ihre berufliche Qualifikation an öffentlichen Schulen. An privaten Instituten und Schulen lernten 8 100 bzw. 5 400 Geförderte für ihren beruflichen Aufstieg.

Die Förderung nach dem AFBG erfolgt überwiegend durch Darlehen. 2009 wurden in Bayern Darlehen in Höhe von insgesamt 86,0 Millionen Euro und Zuschüsse in Höhe von 38,6 Millionen Euro bewilligt (69 bzw. 31 Prozent des Leistungsvolumens).


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