Neues Europäisches Bildungsprogramm als wichtiger Motor für Lebenslanges Lernen

Die Qualifizierung des Einzelnen für eine europäische Wissensgesellschaft in einer globalisierten Welt steht im Mittelpunkt des neuen von der Europäischen Union aufgelegten integrierten "Programm zum Lebenslangen Lernen 2007 - 2013", das am 13. November in Stuttgart im Rahmen einer Veranstaltung des Kultus- und des Wissenschaftsministeriums des Landes vorgestellt wurde. Der Ministerialdirektor im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Julian Würtenberger, bezeichnete die Fördermaßnahmen als "wichtigen Motor für die Entwicklung und das Zusammenwachsen des europäischen Bildungsraums".

13.11.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Das neue Förderprogramm für lebenslanges Lernen bietet europäischen Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebensphasen die Möglichkeit, Lernangebote in ganz Europa anzunehmen. "Mit einem Budget von insgesamt fast sieben Milliarden Euro und deutschlandweit rund 700 Mio. Euro ist es das bislang größte Bildungsprogramm überhaupt", so der Ministerialdirektor.

Innerhalb der nächsten sieben Jahre sollen auch viele Menschen in Baden-Württemberg wichtige Lern- und Lebenserfahrungen mit und in Europa sammeln und sich so den Weg zu neuen Bildungs- und Berufskarrieren erschließen. "Damit kommen wir den Lissabon-Zielen der EU einen weiteren Schritt näher. Um im globalen Wettbewerb einen Spitzenplatz einzunehmen, muss sich Europa gerade im Bildungsbereich beständig weiterentwickeln", sagte Ministerialdirektor Würtenberger.

Das neue Programm besteht aus vier Einzelprogrammen, die sich an Schulen (COMENIUS) und Hochschulen (ERASMUS) richten sowie die berufliche Aus- und Weiterbildung (LEONARDO DA VINCI) und die Erwachsenenbildung (GRUNDVITG) erfassen. Ergänzt werden die Programme darüber hinaus durch ein Querschnittsprogramm und das Programm Jean Monnet speziell zum europäischen Einigungsprozess.

Als besonders erfolgreiches Beispiel hob der Ministerialdirektor das EU-Hochschulprogramm ERASMUS hervor, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert: "Aus rund 3.000 Studierenden, die im Jahr 1987 in elf Länder reisten, sind im Jahr 2006 europaweit 1,5 Mio. Erasmusaufenthalte in 31 Ländern geworden, davon nahezu 3.500 aus Baden-Württemberg." Aber auch das Schulprogramm COMENIUS werde in Baden-Württemberg ausgezeichnet angenommen. Mittlerweile engagierten sich über 200 Schulen aller Schularten in COMENIUS-Schulpartnerschaften. Von 2000 bis 2006 seien darüber hinaus innerhalb des Praktikumsprogramms LEONARDO allein unter baden-württembergischer Federführung Projekte mit einem Volumen von fast 3,5 Mio. Euro gefördert worden.

"Mit ihren ganz persönlichen Erfahrungen, die sie innerhalb des Programms gemacht haben, tragen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu bei, ihre Herkunftsländer gemeinsam weiter in eine europäische Zukunft zu führen", so Würtenberger.


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