Landesinitiative

NRW: Junge Geflüchtete können jetzt in Ausbildung und Arbeit „durchstarten“

Projekte zur Arbeitsmarktintegration starten nach den Sommerferien. Das Land stellt 50 Millionen Euro zur Verfügung.

21.08.2020 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Staatskanzlei NRW
  • © Frank Gaertner/Shutterstock

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales, das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration und die Bezirksregierung Arnsberg teilen mit:
„Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ – unter diesem Motto stellt die Landesregierung 50 Millionen Euro zur Verfügung, um geflüchtete junge Erwachsene auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit zu unterstützen. Die ersten 23 Kreise und kreisfreien Städte haben jetzt die beantragten Fördermittel erhalten und können mit ihren Projekten beginnen. Weitere Förderbescheide werden sukzessive erstellt, so dass in Kürze ein flächendeckendes Angebot bestehen wird. 

„Mir ist es wichtig, dass wir alle jungen Menschen in Nordrhein-Westfalen mitnehmen. Ausbildung oder Beschäftigung dürfen nicht daran scheitern, dass ein Sprachkurs oder andere berufsbegleitende Maßnahmen fehlen“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann. „Unser Programm schließt eine Lücke und setzt an den individuellen Stärken und Bedarfen an. In Zeiten des Fachkräftemangels können wir es uns schlicht nicht leisten, die Potenziale junger Leute zu verschwenden.“ 

Integrations- und Familienminister Joachim Stamp: „Mit unserer Initiative wollen wir jungen volljährigen Flüchtlingen, die geduldet oder gestattet sind, bessere Perspektiven geben und Integrationschancen eröffnen. Die Aufnahme von Arbeit oder Ausbildung ist ein wichtiger Schlüssel zur Integration. Deshalb unterstützen wir sie, einen besseren Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu bekommen und ihren Lebensunterhalt möglichst selbständig zu sichern. Damit auch junge Eltern die Angebote nutzen können, gibt es für sie Angebote mit Kinderbetreuung.“

Hans-Josef Vogel, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Arnsberg betonte: „Wir wollen allen Menschen dieselbe Chance geben, sich mit den eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten in unsere Gesellschaft einzubringen. Die Kommunen stellen dafür vor Ort vielfältige Angebote bereit, die mit der neuen Landesinitiative erweitert und unterstützt werden. Ein bedeutsames Projekt.“ Die Bezirksregierung Arnsberg ist zuständige Bewilligungsbehörde für das Förderprogramm.

Die Landesinitiative „Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ richtet sich an junge Geflüchtete im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Die Teilnehmenden sollen so früh wie möglich Sprachförderung erhalten, ihren Hauptschulabschluss nachholen oder berufsbegleitend qualifiziert werden. Dabei werden sie von Coaches begleitet. Mittel- und langfristig sollen sie so auf eigenen Füßen stehen und ihren Lebensunterhalt selbstständig bestreiten können. 
 

Ansprechpartner

Staatskanzlei NRW

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