Prof. Dr. Konrad Umlauf zum Vorsitzenden der neu konstituierten Bibliothekskonferenz gewählt

Auf der Grundlage eines Landtagsbeschlusses hat sich am 09.09.2004 eine Bibliothekskonferenz für das Land Sachsen - Anhalt konstituiert. Diese soll zunächst für drei Jahre arbeiten. Das Gremium, das sich aus Fachleuten der Bereiche Kultur und Bildung aus dem gesamten Bundesgebiet zusammensetzt, wurde von Kultusminister Prof. Jan-Hendrik Olbertz berufen. Der Minister nahm selbst an der konstituierenden Sitzung teil. Ziel der Bibliothekskonferenz ist es, trotz der angespannten Finanzlage innovative Konzepte für die Öffentlichen Bibliotheken zu entwickeln.

14.09.2004 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Mitglieder der Bibliothekskonferenz sind:

  • Arend Flemming, Leiter der Städtischen Bücherei Dresden
  • Michael George, Städte- und Gemeindebund Sachsen - Anhalt
  • Sabine Grätz, Landesinstitut für Lehrerfort- und Weiterbildung Sachsen - Anhalt
  • Gabriele Herrmann, Landesverband Sachsen- Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband
  • Stephan Köcke, Verband der Volkshochschulen im Land Sachsen - Anhalt
  • Jens Lazarus, Beirat für wissenschaftliche Bibliotheken beim Kultusministerium
  • Peter Petsch, Landesverband Sachsen- Anhalt im Deutschen Bibliotheksverband
  • Dr. Georg Ruppelt, Vorstandsvorsitzender der "Stiftung Lesen"
  • Beatrix Schadenberg, Kultusministerium Sachsen- Anhalt
  • Prof. Dr. Konrad Umlauf, Humboldt Universität Berlin, Institut für Bibliothekswissenschaft
  • Dr. Hannelore Vogt, Stadtbücherei Würzburg
  • Beate Weberling, Landesverwaltungsamt Sachsen- Anhalt, Landesfachstelle für öffentliche Bibliotheken

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung wurde Prof. Dr. Konrad Umlauf zum Vorsitzenden und Peter Petsch zum stellvertretenden Vorsitzenden der Bibliothekskonferenz gewählt.

Umlauf würdigte die Initiative im Land Sachsen- Anhalt, angesichts der drängenden Probleme im Bibliotheksbereich eine Bibliothekskonferenz zu berufen, die den Sachverstand aus dem Lande als auch aus dem gesamten Bundesgebiet vereint und auch die Kooperationspartner der Bibliotheken im Bildungsbereich von vornherein einbezieht. "Eine derartige Initiative hat es bisher nirgendwo gegeben. Hier ist Sachsen-Anhalt Vorreiter."

Als erstes soll eine Bestandsaufnahme der Lage der öffentlichen Bibliotheken in Sachsen-Anhalt auf dem Programm der Bibliothekskonferenz stehen. Prof. Umlauf sieht trotz einer insgesamt bedrängten Situation der Bibliotheken auch zukunftsträchtige Ansätze im Land, die es aufzugreifen gilt.

Die Bibliothekskonferenz hat sich vorgenommen, Ideen und Lösungen für die aktuelle Situation, die vielfach durch Bibliotheksschließungen und Angebotseinschränkungen gekennzeichnet ist, zu erarbeiten. Dazu sollen auch Vorbilder aus dem Ausland geprüft werden.

Als Aufgabenschwerpunkte wurde die Entwicklung neuer Finanzierungs- und Trägermodelle auch über bisherige inhaltlich und strukturell gegebene Grenzen hinweg angesehen. Die stärkere Einbindung in den Bildungsbereich durch die Entwicklung einer Bibliothekpädagogik zur Unterstützung des Erwerbs von Lese- und Medienkompetenz sowie eine verbesserte Kooperation der Bibliotheken untereinander u.a. auf der Grundlage vertraglicher Bindungen sind als weitere Arbeitsschwerpunkte vorgesehen. Hierfür will die Bibliothekskonferenz Muster entwickeln und herausstellen.

Im Rahmen einer öffentlichen Fachtagung sollen die Arbeitsergebnisse einmal im Jahr den Bibliotheksträgern, Vertretern der Politik und der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden.


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