Schulstandorte

Schuljahr 2015/2016: Standorte der Berufsschulausbildung stehen fest

Trotz des demografischen Wandels in den beruflichen Schulen sind zum Beginn des kommenden Schuljahres nur wenige Schülerinnen und Schüler von Änderungen betroffen. Das geht aus der Berufsschulorganisationsverordnung hervor, die das Bildungsministerium veröffentlicht hat.

20.08.2015 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern

Lediglich 1,2 Prozent aller Schülerinnen und Schüler an den beruflichen Schulen erhält den Unterricht an einem anderen Ort, als ursprünglich vorgesehen war. Das sind 348 Schülerinnen und Schüler. Hauptgrund ist, dass die erforderliche Mindestschülerzahl von 20 Personen für die Bildung von Eingangsklassen nicht erreicht werden konnte.

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Schüler an beruflichen Schulen um mehr als die Hälfte zurückgegangen. Im Schuljahr 1999/2000 waren es 70.000 Schüler. Im Schuljahr 2015/2016 lernen noch 29.004 Schüler an den öffentlichen beruflichen Schulen. Wegen des Rückgangs der Schülerzahlen werden in einigen Fällen berufliche Bildungsgänge zusammengelegt. Grundsätzlich sind die Landkreise und Kommunen für die Schulentwicklungsplanung zuständig und verständigen sich untereinander über den Ort, an dem die Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden.

Die Hansestadt Rostock hat sich mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte geeinigt, dass Waren zukünftig die Berufsschule für Holztechnik für die Hansestadt Rostock, den Landkreis Rostock und die Mecklenburgische Seenplatte sein soll. Der Berufsschulunterricht im Ausbildungsberuf Metallbauer/-in wird von Rostock nach Güstrow verlegt, um dort eine reine Fachklasse bilden zu können. Die Hansestadt Rostock und der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte haben sich darauf verständigt, dass die Eingangsklasse für Tiefbaufacharbeiter/-innen nicht in Rostock, sondern in Neustrelitz gebildet wird. In Schwerin bleibt die Berufsschulausbildung für Tiefbaufacharbeiter/-innen bestehen. Angehende Frisörinnen und Frisöre erhalten ihren Berufsschulunterricht im kommenden Schuljahr nicht mehr in Wismar, sondern in Schwerin.

Im folgenden Fall konnten sich die Landkreise Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald nicht einigen, so dass das Bildungsministerium eine Entscheidung treffen musste. Die Berufsschulausbildung der Tischler/-innen in Saßnitz und Wolgast bleibt für zwei Jahre als strukturpolitisches Element bestehen. Die Berufsschulausbildung kann allerdings langfristig nur Bestand haben, wenn an beiden Standorten mindestens 20 Lehrlinge beschult werden.

Die Berufsschulorganisationsverordnung sieht eine jährliche Überprüfung (Monitoring) der Schülermindestzahlen und einen Abgleich mit den Planungszahlen der Schulentwicklungspläne vor. Das Bildungsministerium hat auf Grundlage der Abstimmungsergebnisse der Schulträger die Verordnung entsprechend angepasst. Dabei ändert sich nur der Anhang der Verordnung, die eigentlichen Regelungen bleiben bestehen. Die Verordnung wurde im Mitteilungsblatt veröffentlicht.


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