Sehrbrock: DGB fordert Ausbildungs-Garantie

Zum "Tag des Ausbildungsplatzes" forderte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Donnerstag in Berlin eine Ausbildungs-Garantie für junge Menschen.

14.05.2009 Pressemeldung Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB)

"Auszubildende dürfen nicht die Verlierer der Wirtschafts- und Finanzkrise werden", unterstrich Sehrbrock. "Dieses Ziel erreichen wir nur, wenn weit mehr als 600.000 Ausbildungsverträge geschlossen werden." Die Unternehmen stünden dabei in der Pflicht, denn nur mit gut qualifizierten Fachkräften werde Deutschland gestärkt aus der Krise kommen. "Führende Arbeitgeber-Vertreter haben versprochen, dass die Krise nicht auf dem Rücken der Azubis ausgetragen werden soll. Diese Zusage ist wichtig, aber an ihren Taten wird die Öffentlichkeit die Arbeitgeber messen", betonte Sehrbrock.

Vor allem schwächeren Jugendlichen müsse gezielt geholfen werden, sagte Sehrbrock und forderte den Ausbau ausbildungsbegleitender Hilfen zum Regelangebot. Für jeden Azubi solle dabei ein persönlicher Förderplan erstellt und die gezielte Unterstützung durch erfahrene Fachlehrer und Sozialpädagogen sichergestellt werden.

"Zudem schlägt der DGB vor, dass Unternehmen, die Auszubildende aus Insolvenzbetrieben übernehmen, mit einer befristeten Übernahmeprämie von monatlich 250 Euro pro Azubi unterstützt werden sollen", sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende.

Grundsätzlich zeige die Krise, dass eine konjunkturunabhängige Finanzierung der Ausbildung notwendig sei. Deshalb trete der DGB für einen Branchenfonds ein. "Alle Unternehmen müssen in einen gemeinsamen Topf einzahlen, auch Unternehmen, die nicht ausbilden. Diese Mittel werden dann an ausbildende Betriebe verteilt." Sehrbrock verwies in diesem Zusammenhang auf die langjährigen positiven Erfahrungen mit einem solchen Fonds im Baubereich: "Mit diesem Instrument konnten trotz diverser Krisen die Ausbildungszahlen gesichert werden."


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