Stellungnahme des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur zum neuesten "Bildungsmonitor" von INSM und IW:

Die Ergebnisse des heute veröffentlichten Bildungsmonitor 2007 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Berlin kommentiert der Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Michael Ebling, für Rheinland-Pfalz mit folgenden Worten: "Auch wenn der ,Bildungsmonitor 2007´ allen Bundesländern ,deutliche Verbesserungen´ in ihren Bildungssystemen bescheinigt, und auch wenn er für Rheinland-Pfalz eine positive Entwicklung konstatiert, ist vor allem das beigefügte Gesamtergebnis in Form eines Rankings mit Skepsis zu bewerten. Die Aussagekraft von schlicht addierten statistischen Daten und Platzziffern als Gradmesser für die Bildungsqualität eines Landes ist mehr als fragwürdig."

21.08.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Dass Rheinland-Pfalz in dieser Rangliste besser dastehe als in den vorherigen Ausgaben des Bildungsmonitors, dass das Land – gemeinsam mit Hamburg – Platz 8 im Gesamtergebnis, ebenfalls Platz 8 in der Beurteilung der längerfristigen Dynamik sowie Platz 4 in der kurzfristigen Dynamik belegt, werde zur Kenntnis genommen, stoße aber vor dem Hintergrund der Methodik nicht auf ungetrübte Freude.

Die Landesregierung orientiere sich allerdings nicht an fragwürdigen Rankings, sondern setze auf kontinuierliche Qualitätsentwicklung in den Schulen. Ebling erinnerte in diesem Zusammenhang an den mit Beginn dieses Schuljahres den Schulen zur Verfügung gestellten "Orientierungsrahmen Schulqualität in Rheinland-Pfalz (ORS)" und an die Visitationen der Teams der Agentur für Qualitätssicherung, Evaluation und Selbstständigkeit von Schulen (AQS), die mit diesem Schuljahr ins Standardverfahren einsteigen. Wie wichtig Qualitätsentwicklung schon länger genommen werde, zeigten aber auch das seit 2001 stetig weiter ausgebaute Ganztagsschulprogramm des Landes oder die Vergleichsarbeiten (VERA) in der Grundschule, deren Konzept in Rheinland-Pfalz entwickelt wurde, und die im Jahr 2008 in etwas modifizierter Form bundesweit durchgeführt werden. Die Ergebnisse der Vergleichsarbeiten für Rheinland-Pfalz aus dem jüngsten VERA-Durchgang im Mai 2007 mit Drittklässlerinnen und Drittklässlern stünden jetzt den Schulen zur Verfügung, um den Schulen und Lehrkräften eine darauf abgestimmte individuelle Förderung über das gesamte vierte Schuljahr hinweg zu ermöglichen, sagte Ebling und ergänzte: "Dies ist ein sehr viel handfesterer Beitrag zur Steigerung der Bildungsqualität als nicht aussagekräftige statistische Vergleiche."


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