Streit um Entwicklung der Berufsbildenden Schulen

Den nach der Veröffentlichung eines internen Planungspapiers des Kultusministeriums entbrannten Streit um die Zukunft der Berufsbildenden Schulen Sachsen-Anhalts will die Bildungsgewerkschaft nutzen, die Arbeit des entsprechenden Beirats voran zu bringen.

28.10.2005 Sachsen-Anhalt Pressemeldung GEW Sachsen-Anhalt

Der Beirat "Neue Herausforderungen in der beruflichen Bildung" soll – so die Vorschläge des GEW-Landeschefs, Thomas Lippmann, an Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz – sich der Qualität der zukünftigen Ausbildung zuwenden. Schritte zur Sicherung der beruflichen Ausbildung im dualen System, Maßnahmen zur Sicherung des Ausbildungsniveaus bei sinkender Ausbildungsreife und neue Kooperationsformen im Zuge demographischer Veränderungen zwischen verschiedenen Einrichtungen und Trägern – die Schaffung von regionalen Berufsbildungszentren, könnten solche Themen sein.

Die GEW hält den von Olbertz ins Leben gerufenen Beirat nach wie vor für sinnvoll, will ihre zukünftige Mitarbeit aber davon abhängig machen, ob auch die von ihr aufgeworfenen Themen aufgegriffen werden.

Dabei spielen aus GEW-Sicht bei den neuen Herausforderungen in der beruflichen Bildung natürlich auch demographische Fragen eine Rolle, allerdings keine vordergründige. Keinesfalls sei es Aufgabe eines solchen Beirates, sich weit in die Belange der Landkreise als Träger berufsbildender Schulen einzumischen und künftige Entscheidungen in hohem Maße zu präjudizieren.

"Die bei der bisherigen Arbeit im Beirat erzielten Ergebnisse sind weder dem Grunde, noch den tatsächlichen Inhalten nach für die GEW akzeptabel", sagte heute Lippmann. Die Vertreterin der GEW im Beirat, Dr. Gabriele Pohl, sieht sich deshalb außerstande, an der Bearbeitung des Themas "Schulnetzplanung berufsbildender Schulen" im Beirat weiter mitzuwirken. "Für die notwendige Arbeit an anderen Themen, wie etwa den durch die GEW aufgezeigten, stehe sie selbstverständlich zur Verfügung". Das habe er auch dem Kultusminister mitgeteilt.

Ansprechpartner

GEW Sachsen-Anhalt

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