Techniker statt Bänker

(redaktion/ots) - Staat und Wirtschaft dürfen nach Ansicht des Präsidenten der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Joachim Milberg, auch angesichts der weltweiten Finanzkrise nicht Investitionen in Bildung und Nachwuchsförderung vernachlässigen. "Gerade in Zeiten der Krise müssen wir den Nachwuchs fördern. Wenn sich die wirtschaftliche Lage beruhigt hat, müssen wir wieder durchstarten. Und das Wachstum der Zukunft kann sich nur aus Forschung und Entwicklung speisen."

16.10.2008 Artikel

Den Industrieunternehmen in Deutschland fehle schon jetzt der Nachwuchs in den Technik- und Naturwissenschaften, erklärt Milberg imIntervie mit der ZEIT. "Die Finanzkrise könnte auch eine positive Seite haben. Junge Menschen mit Sinn für Zahlen und Technik, die sich bislang Richtung Bankenwelt orientieren wollten, werden vielleicht wieder mehr Lust auf 'reale Innovationen' bekommen."

Das Engagement der Unternehmen für die Ingenieure von morgen müsse ohnehin früher beginnen, sagt Milberg, der den Aufsichtsratsvorsitz von BMW innehat. "Wenn wir für Wissenschaft und Technik begeistern wollen, müssen wir damit schon viel stärker in Kindergarten und Grundschule beginnen. Uns fehlen auch Frauen in den technischen Studiengängen und Berufen. Das liegt unter anderem daran, dass den Abiturientinnen Vorbilder fehlen, die sie für einen solchen Weg begeistern."


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  • DIE ZEIT

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