Vereinbarung über die Fortbildung von Pädagogen zwischen Holocaust-Schule Yad Vashem und Bildungsministerium M-V unterzeichnet

Bildungsminister Henry Tesch hat am Donnerstag, dem 22. Februar 2007, bei seinem Besuch in Israel mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem eine Vereinbarung abgeschlossen, die eine gemeinsame Fortbildung von Pädagogen und Multiplikatoren der außerschulischen Bildung zum Inhalt hat.

22.02.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern

Vorgesehen ist, dass Mitarbeiter der Internationalen Schule Yad Vashem zunächst in Workshops in Mecklenburg-Vorpommern Pädagogen fortbilden, bevor diese dann zu einem späteren Zeitpunkt nach Israel in die Internationale Schule für Holocaust-Studien Yad Vashem zur Weiterbildung fahren. Dieser Austausch soll innerhalb eines Jahres stattfinden.

Bildungsminister Tesch: "Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass diese sehr intensive und emotionale Auseinandersetzung mit dem jüdischen Leben vor, während und nach dem Holocaust den Lehrerinnen und Lehrern und anderen Multiplikatoren eine große Hilfe sein wird, ihren Bildungsauftrag optimal erfüllen zu können. Die Arbeit der Pädagogen an solchen historischen Orten und mit Zeitzeugen ist von enormer Wichtigkeit für eine überzeugende Politik- und Geschichtsvermittlung. Diese Vereinbarung mit der Internationalen Schule Yad Vashem soll helfen, die politische Bildung zu intensivieren."

Es ist die erste Vereinbarung, die die Internationale Schule Yad Vashem mit einem der neuen Bundesländer abgeschlossen hat. Nur mit Nordrhein-Westfalen gibt es einen ähnlichen Vertrag.

Bei seinem Besuch in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem hat Minister Tesch in der Halle der Erinnerungen einen Kranz zum Gedenken der Opfer niedergelegt und sich in das Buch der Kindergedenkstätte eingetragen, in der an die eineinhalb Millionen ermordeten Kinder des Holocaust erinnert wird.

Während seines Aufenthaltes in Israel stehen für Minister Tesch des Weiteren Begegnungen mit dem Deutschen Botschafter, Dr. Herold Kindermann, und dem Bürgermeister von Tel Aviv, Ron Huldai, auf dem Programm sowie ein Besuch des Herzlia-Gymnasiums in Tel Aviv und Gespräche mit Überlebenden des Holocaust.


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