Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen auf "Qualitätskurs"

Zur 14. Weiterbildungskonferenz sind heute in Düsseldorf das Ministerium für Schule und Weiterbildung, der zuständige Landtagsauschuss, Weiterbildungsträger und Verbände zusammengekommen. Ministerin Barbara Sommer versprach den Einrichtungen der Weiterbildung Planungssicherheit im Hinblick auf die Landesförderung. Für die nach dem Weiterbildungsgesetz anerkannten Einrichtungen stehen im Landeshaushalt im nächsten Jahr rund 89,5 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen weitere 12 Millionen Euro, die das Land aus dem ESF-Fonds zur beruflichen Weiterbildung zur Verfügung stellt.

29.10.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Als "Dreh- und Angelpunkt der Weiterbildungspolitik" bezeichnete die Ministerin die Frage, wie man mehr Menschen zur persönlichen Weiterbildung motivieren könne. Sommer: "Ich bin besorgt darüber, dass sich gerade diejenigen wenig weiterbilden, die es ohnehin schwer haben, sich in ihrem Leben und in ihrem Beruf zu behaupten."

Im Mittelpunkt der Weiterbildungskonferenz standen deshalb die Themen "Beratung" und "Qualität". "Mein Ziel ist eine Bildungsberatung, die die Menschen überzeugt. Jeder soll nach seinen Interessen, seien sie beruflich, politisch, familiär oder auch ganz persönlich, beraten werden. Nur so erreichen wir eine langfristige, gezielte und damit nachhaltige Weiterbildung", betonte die Ministerin.

Ebenso wichtig wie die ganzheitliche Beratung ist aber auch die Qualität des Weiterbildungsangebots und das Ansehen der Einrichtungen. Der Landtag hatte im Jahr 2007 beschlossen, dass die Einrichtungen der Weiterbildung sich einer Qualitätsprüfung unterziehen sollen. Der Landtag hat die Absicht formuliert, dass die Landesförderung nach dem Weiterbildungsgesetz an das Vorliegen eines vom zuständigen Ministerium anerkannten Gütesiegels (Zertifikat) wie zum Beispiel des Gütesiegelverbundes Weiterbildung e.V. geknüpft wird. Eine aktuelle Studie kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass 95 Prozent aller befragten Weiterbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen bereits zertifiziert sind, sich im Verfahren befinden oder dieses in naher Zukunft planen. "Bereits jetzt ist absehbar, dass die meisten Weiterbildungseinrichtungen diesen Weg der Qualitätsentwicklung und -sicherung als richtig anerkannt haben. Das ist ein erfreuliches Ergebnis", sagte die Ministerin.

Die Ausschreibung für eine Evaluation der Weiterbildungslandschaft in Nordrhein- Westfalen ist in diesen Tagen herausgegangen. "Die Evaluation hat keinen Sparauftrag, sie hat ausdrücklich einen Entwicklungsauftrag. Sie soll Perspektiven aufzeigen gerade auch für eine Weiterentwicklung unseres Weiterbildungsgesetzes", erklärte Barbara Sommer. Den Abschlussbericht und damit auch die Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung der Landesförderung ist bis zum Ende des Jahres 2010 geplant.

Barbara Sommer betonte, sie wolle in Zukunft weiter daran mitwirken, dass sich die verschiedenen Bildungsbereiche wie Schule, Hochschule und Weiterbildung stärker untereinander vernetzen: "Vernetzung, nicht Versäulung ist deshalb für mich das Schlüsselwort für den gesamten Bildungsbereich und hier ist für mich die Weiterbildung ein unverzichtbarer Bestandteil."


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