Wettbewerb um "Europäisches Sprachensiegel 2006" eröffnet

In der Arbeitswelt gewinnt die Aneignung fremdsprachlicher Kompetenzen und Qualifikationen für eine stetig wachsende Zahl von Beschäftigten eine immer größere Bedeutung.

01.02.2006 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Auch wenn Englisch vielerorts als lingua franca eingesetzt wird, sind bei den vielfältigen und über den gesamten Globus reichenden Wirtschaftsbeziehungen Englischkenntnisse allein schon lange nicht mehr ausreichend. Gleichzeitig entstehen im Bereich der beruflichen Bildung permanent neue und vielfältige Wege der Fremdsprachenvermittlung und des Fremdsprachenerwerbs. Um diesen Entwicklungen Rechnung zu tragen und vorbildliche Projekte und Initiativen zu fördern und zu verbreiten, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für den diesjährigen Wettbewerb um das "Europäische Sprachensiegel" in Deutschland den nationalen Themenschwerpunkt "Vielfalt des Sprachenangebots in der beruflichen Bildung" gewählt.

Das "Europäische Sprachensiegel" ist eine Auszeichnung für besonders innovative und herausragende Fremdsprachenprojekte und -initiativen. Die Europäische Kommission vergibt dieses Gütesiegel in Kooperation mit inzwischen 31 Teilnehmerstaaten im Rahmen von nationalen Wettbewerben. Ziel ist es, die ausgezeichneten Projekte und Initiativen einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen und damit zur Nachahmung anzuregen. Gleichzeitig soll so das Interesse am Sprachenlernen gefördert und die Qualität der Sprachvermittlung verbessert werden.

Zum Wettbewerb 2006 in Deutschland sind alle Projekte und Initiativen aufgerufen, die dazu beitragen, dass die Idee der sprachlichen Vielfalt in der beruflichen Bildung verankert wird. Dies können zum Beispiel kreative Wege zur Erweiterung des Sprachenangebots sein, Initiativen zur Förderung vorhandener Mehrsprachigkeit oder auch Aktivitäten, bei denen der Aspekt der Vielfalt sich in der Wahl der Sprachen, der Adressaten/-innen, der Methoden oder der Materialien niederschlägt.

Das BMBF hat die Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB) mit der Durchführung des Wettbewerbs beauftragt. Eine internationale Jury wird bis zu zehn Projekte oder Initiativen mit dem "Europäischen Sprachensiegel" auszeichnen. Diese erhalten

  • das Zertifikat "Europäisches Sprachensiegel 2006",
  • das Recht, das "Europäische Sprachensiegel 2006" als Logo zu führen und damit in Publikationen und Korrespondenzen zu werben, sowie
  • einen Eintrag in die Datenbank der Europäischen Kommission europa.eu.int/comm/education/language/label/index.cfm.

Die feierliche Übergabe der Sprachensiegel-Urkunden findet im Herbst 2006 im Rahmen einer Fachkonferenz in Berlin statt. Das BMBF hat zudem Preisgelder in Höhe von insgesamt 6.500 Euro ausgelobt. Alle Projekte und Initiativen, die am Wettbewerb teilnehmen, werden außerdem in einem von der NA beim BIBB herausgegebenen Kompendium veröffentlicht.

Interessenten/-innen können sich unter www.na-bibb.de/sprachensiegel die Bewerbungsunterlagen online herunterladen. Unter dieser Internet-Adresse stehen auch weitere Informationen zum Wettbewerb, zu den europäischen Kriterien sowie den Teilnahmebedingungen zur Verfügung. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens 28.04.2006 (es gilt das Datum des Poststempels) eingereicht werden bei

Nationale Agentur Bildung für Europa
beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)
"Europäisches Sprachensiegel 2006"
53142 Bonn

Die Initiative um das "Europäische Sprachensiegel" wurde 1997 von der EU-Kommission ins Leben gerufen. Seit 1999 wird es auch in Deutschland verliehen. Die nationale Verantwortung für den Wettbewerb liegt im jährlichen Wechsel beim BMBF und der Kultusministerkonferenz der Länder (KMK).

Ihre Ansprechpartnerin bei der NA beim BIBB ist: Ulrike Schröder, Tel.: 0228 / 107-1626, Fax: 0228 / 107-2964, sprachensiegel( at )bibb.de


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden