"Zukunft der Weiterbildung 2020"

Auf welche Anforderungen muss lebenslanges Lernen in der Zukunft antworten? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Konferenz "Zukunft der Weiterbildung 2020", die am 20. April im Landesmuseum für Arbeit und Technik in Mannheim stattfand. Rund 100 Teilnehmer informierten sich in acht Fachvorträgen und diskutierten, welche Faktoren die Weiterbildung am stärksten beeinflussen werden und worauf sich alle Beteiligten einstellen müssen. Mit dieser Resonanz waren die Veranstalter - der Didacta Verband e.V. und die Expert Web KG - sehr zufrieden.

28.04.2005 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft

"Darin spiegelt sich wider, welche hohe Bedeutung die teilnehmenden Unternehmen und Bildungsorganisationen diesem Thema beimessen. Die Teilnehmer haben erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht, da sich die Weiterbildung allein durch die demographischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Einflussfaktoren sichtbar verändern wird." so Janet Baumbach, Geschäftsführerin der Expert Web KG.

André Jünger, Vorstand Weiterbildung, Training und Beratung des Didacta Verbandes e.V., hob in seinem Grußwort die Ziele der Konferenz aus Sicht der Bildungswirtschaft hervor: "Für uns ist entscheidend, Trends frühzeitig zu erkennen, um maßgeschneiderte Bildungsangebote für die Zukunft zu entwickeln. Die heutige Konferenz ist Teil einer Initiative des Didacta Verbandes, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die vielfältigen Anforderungen zu identifizieren, auf die lebenslanges Lernen in den kommenden Jahren antworten muss. Wir möchten mit Ihnen (den Teilnehmern; Anm. d. Red.), den Weiterbildungsexperten, den Personalverantwortlichen und Trainern, eine breit angelegte Diskussion in Gang setzen, die allen Beteiligten wertvolle Erkenntnisse über die Weiterbildung der Zukunft liefert."

Heinz Kolz, Geschäftsführer der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz e.V. (ZIRP) stellte Leitthesen zur zukünftigen Arbeitswelt vor, die im Rahmen des Projektes "Zukunftsradar 2030" entstanden sind. Darin kam zum Ausdruck, dass ältere Arbeitnehmer und weibliche Fach- und Führungskräfte an Bedeutung gewinnen werden und nur so dem aufgrund der demographischen Entwicklung drohenden Fachkräftemangel entgegengewirkt werden kann. Allerdings müsse in den Unternehmen noch einiges getan werden, um dieser Gruppe von Arbeitnehmern optimale Arbeitsbedingungen zu bieten.

Die BASF AG als global agierendes Unternehmen investiert in ein Lernzentrum zur Abdeckung des zukünftigen Qualifizierungsbedarfs. Jürgen Lahr, Leiter der Personalentwicklung und Weiterbildung, erklärte, dass mit Hilfe von Lernberatern jedem Mitarbeiter die Möglichkeit gegeben werden soll, sich gemäß der beruflichen Erfordernisse und der persönlichen Entwicklungspotenziale zu qualifizieren.

Prof. Dr. Thomas Stelzer-Rothe, Referent der FH Südwestfalen, machte deutlich, dass die Erkenntnisse der Bildungsexperten und Gehirnforscher unbedingt in den Aufbau von Lernkonzepten einfließen müssen und entscheidend für das Gelingen des Lernprozesses sind. Dabei müsse nicht nur aktives Denken und Handeln gefördert werden, sondern auch das entdeckende Lernen.

Prof. Dr. Jutta Rump von der Fachhochschule Ludwigshafen ließ keinen Zweifel daran, dass der zukünftige Arbeitnehmer viel mehr leisten muss und der Einzelne für seine "Arbeitsmarktfitness" zunächst selbst verantwortlich sein wird. Die Unternehmen müssten ihren Beitrag zur Beschäftigungsfähigkeit jedoch auch leisten, denn die Arbeitnehmer von morgen stellten aufgrund der gesellschaftlichen und demographischen Entwicklungen andere Ansprüche.

Die Teilnehmerunterlagen können nachträglich für 15,- EUR zzgl. Mwst. angefordert werden. Das Programm ist unter www.zukunft-weiterbildung.de einsehbar.

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Ansprechpartner

Ansprechpartner Didacta Verband e.V.
Thorsten Timmerarens
Telefon: +49 6151 3521513
E-Mail: timmerarens@didacta.de
Web: www.didacta.de


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