UNESCO

2011: Internationales Jahr der Chemie

Kein Stoff, keine Tablette, kein Lebensmittel entsteht ohne Chemie. Um mehr Menschen für den wichtigen Forschungszweig zu begeistern, haben die Vereinten Nationen 2011 zum "Internationalen Jahr der Chemie" erklärt.

21.12.2010 Pressemeldung Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

Es steht unter dem Motto "Chemie – unser Leben, unsere Zukunft". Das UN-Jahr soll weltweit Projekte anstoßen, die zur nachhaltigen Entwicklung beitragen. Die UNESCO und die Internationale Union für reine und angewandte Chemie (IUPAC) koordinieren das Jahr der Chemie www.chemistry2011.org. Die Aktivitäten in Deutschland begleitet unter der Federführung der Gesellschaft Deutscher Chemiker das "Forum Chemie" www.ijc2011.de. Die weltweite Auftaktveranstaltung des UN-Jahres der Chemie ist am 27. Januar 2011 am Hauptsitz der UNESCO in Paris. Der Auftakt in Deutschland findet am 9. Februar in Berlin statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel wird die Eröffnungsrede halten.

Die folgende Terminvorschau gibt einen Überblick über weitere wichtige Veranstaltungen der UNESCO und der Deutschen UNESCO-Kommission im Jahr 2011:

22. bis 26. Februar: Bildungsmesse didacta in Stuttgart. Die Deutsche UNESCO-Kommission präsentiert auf der didacta eine Sonderschau zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Am UNESCO-Tag, dem 23. Februar, werden neue Dekade-Projekte ausgezeichnet. Bei einer Podiumsdiskussion geht es um nachhaltige Entwicklung in der Stadt, das Jahresthema der UN-Dekade 2011.

1. März: Präsentation des UNESCO-Weltbildungsberichts 2011. Sechs Bildungsziele hat das Weltbildungsforum 2000 in Dakar vereinbart, darunter die Verbesserung der frühkindlichen Bildung, Grundschulbildung für alle Kinder und die Halbierung der Analphabetenrate unter Erwachsenen. Der Weltbildungsbericht der UNESCO gibt jährlich einen Zwischenstand, inwieweit das Ziel "Bildung für alle" erreicht ist. Der Bericht steht 2011 unter dem Titel "Education and Conflict". Ein Drittel der weltweit 69 Millionen Kinder, die keinen Zugang zu Schulbildung haben, leben in 20 Konflikt- oder Post-Konfliktländern.

24. März: Zweite Sitzung des Expertenkreises "Inklusive Bildung". Der Expertenkreis "Inklusive Bildung" der Deutschen UNESCO-Kommission tagt im Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Berlin. Die 30 Mitglieder kommen aus Wissenschaft und Politik, Bildungseinrichtungen, Verbänden, Stiftungen und der Privatwirtschaft. Der Expertenkreis stärkt die Umsetzung der inklusiven Bildung bundesweit und fördert den Austausch zwischen den Akteuren.

8. April: Eröffnung der Welterbe-Ausstellung "Magische Orte" in Oberhausen. Der Gasometer Oberhausen zeigt in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission und TUI Deutschland vom 8. April bis 30. Dezember 2011 die Ausstellung "Magische Orte – Natur- und Kulturmonumente der Welt". Gezeigt werden über 80 Aufnahmen von Welterbestätten, darunter das Wattenmeer, die Inkastadt Machu Picchu und die Moschee-Kathedrale von Córdoba.

5. bis 6. Mai: Neunte Konsultation der Bundesweiten Koalition Kulturelle Vielfalt in Potsdam. Die jährliche Veranstaltung findet 2011 in Potsdam-Babelsberg statt. Organisiert wird sie in Kooperation mit der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" und im Rahmen des 40. Internationalen Studentenfilmfestivals "sehsüchte". Die Bundesweite Koalition Kulturelle Vielfalt begleitet die Umsetzung der UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen in Deutschland.

17. bis 20. Mai: 40-jähriges Jubiläum des UNESCO-Programms "Der Mensch und die Biosphäre" (MAB). Vor 40 Jahren hat die UNESCO das MAB-Programm gegründet, um die Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt zu erforschen. Kern des Programms ist der Aufbau eines weltweiten Netzwerks repräsentativer Modelllandschaften für eine nachhaltige Entwicklung. Das UNESCO-Netzwerk umfasst heute 564 Biosphärenreservate in 109 Staaten.

22. bis 25. Mai: Zehntes Treffen des Internationalen Beratergremiums des "Memory of the World"-Programms in Manchester, Großbritannien. Das Komitee entscheidet über die Neuaufnahme weltweit bedeutender Dokumente aus Archiven, Bibliotheken und Museen in das UNESCO-Register "Memory of the World". Zur Nominierung stehen auch zwei deutsche Vorschläge: "Bau und Fall der Berliner Mauer und der Zwei-plus-Vier-Vertrag" sowie das "Otto Benz Patent, 1886". Das Register des Weltdokumentenerbes verzeichnet bereits über 190 Dokumente aus allen Weltregionen, darunter aus Deutschland die Gutenberg-Bibel und das Nibelungenlied.

5. Juni: UNESCO-Welterbetag. Der siebte bundesweite Welterbetag steht unter dem Motto "Faszination Welterbe". Gastgeber der zentralen Veranstaltung ist in diesem Jahr die Stadt Koblenz im Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. Viele weitere UNESCO-Welterbestätten von der Hansestadt Stralsund bis zur Klosterinsel Reichenau am Bodensee veranstalten zum Welterbetag ein vielfältiges Kulturprogramm.

14. bis 17. Juni: Dritte Vertragsparteienkonferenz der UNESCO-Konvention zur Vielfalt kultureller Ausdrucksformen. Die Vertragsparteienkonferenz ist das Plenarorgan und oberste Gremium des Übereinkommens. Sie wird die operativen Richtlinien zur Durchführung der Konvention, zum Informationsaustausch, zur Bildung und Bewusstseinsbildung sowie zur Datenanalyse beraten und verabschieden. 12 neue Mitglieder werden in den Zwischenstaatlichen Ausschuss für den Schutz und die Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen gewählt.

19. bis 29. Juni: 35. Tagung des UNESCO-Welterbekomitees in Manama, Bahrain. Das UNESCO-Welterbekomitee beschließt auf seiner jährlichen Tagung über die Aufnahme von Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste. Deutschland wird die deutschen Buchenwälder und die Faguswerke in Alfeld für die Liste des Welterbes nominieren.

23. bis 24 Juni: 71. Hauptversammlung der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin. Die Hauptversammlung berät über den Beitrag Deutschlands zum Programm der UNESCO. Thema der öffentlichen Veranstaltung ist "60 Jahre deutsche Mitarbeit in der UNESCO".

18. bis 22. September: 46. Fachtagung der UNESCO-Projektschulen in Frankfurt/Oder. Die Fachtagung der deutschen UNESCO-Projektschulen befasst sich mit neuen Unterrichtskonzepten zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und Menschenrechtsbildung. Sie steht unter dem Titel: "Stadt-Land-Fluss – Miasto-Kraj-Rzeka – City-Country-River". Thema der Veranstaltung ist Bildung für nachhaltige Entwicklung lokal und global.

16. bis 25. September: Bundesweite Aktionstage zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wie Kinder, Jugendliche und Erwachsene nachhaltiges Denken und Handeln lernen, zeigen Veranstaltungen während der bundesweiten Aktionstage zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Theaterstücke, Seminare und Ausstellungen präsentieren den Besuchern, wie spannend es sein kann, sich mit Fairem Handel, Energiesparen oder Naturschutz auseinanderzusetzen.

25. Oktober bis 12. November: 36. UNESCO-Generalkonferenz in Paris. Die Generalkonferenz der 193 UNESCO-Mitgliedstaaten, die alle zwei Jahre zusammentritt, verabschiedet das Programm und den Haushalt der Organisation für das kommende Biennium. Zudem wählt sie die Mitglieder des UNESCO-Exekutivrats.

November: 18. Generalversammlung der Vertragsstaaten der Welterbekonvention in Paris. Die Generalversammlung wird alle zwei Jahre im Rahmen der UNESCO-Generalkonferenz einberufen. Sie wählt die 21 Mitglieder des UNESCO-Welterbekomitees und legt den Schlüssel für die Beiträge zum Welterbefonds fest.

November: 6. Sitzung des Komitees zur Bewahrung des immateriellen Kulturerbes in Bali, Indonesien. Das Komitee wird über Neuaufnahmen in die Listen des immateriellen Kulturerbes beraten. Zu den schützenswerten Ausdrucksformen gehören Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Sprachen, Bräuche, Feste und Handwerk. Die "Repräsentative Liste" umfasst 213 kulturelle Ausdrucksformen aus allen Weltregionen, darunter den spanischen Flamenco und die iranische Teppich-Knüpfkunst.

Eine Gesamtübersicht mit Kurzinformationen zu Veranstaltungen und Events der UNESCO und der Deutschen UNESCO-Kommission 2011 finden Sie unter www.unesco.de/termine.html


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