Ahnen: Effektiver Jugendmedienschutz braucht Augenmaß

Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, plädiert für einen Jugendmedienschutz mit Augenmaß. "Rheinland-Pfalz tritt für differenzierte Lösungen ein, die der komplexen Sachlage angemessen sind", sagte die Ministerin.

14.02.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Sie begrüße, dass sich in der Auseinandersetzung über einen effektiven Jugendmedienschutz zunehmend die Einsicht durchsetze, dass neben gesetzlichen Maßnahmen insbesondere die Durchsetzung bestehender gesetzlicher Abgabeverbote, die Information und Aufklärung über die Medieninhalte sowie die Stärkung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen und der Erziehungskompetenz der Sorgeberechtigten erforderlich ist. Das gemeinsam von Bundesfamilienministerium und Nordrhein-Westfalen entwickelte "Sofortprogramm zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor extrem gewalthaltigen Computerspielen" zeige, dass die von Bayern geforderte sofortige Verbotslösung innerhalb der CDU offensichtlich nicht als der richtige Weg angesehen werde.

Für die rheinland-pfälzische Landesregierung habe der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor beeinträchtigenden Medienangeboten oberste Priorität: Der Ausbau der medienpädagogischen Aufklärungsarbeit an Schulen und in der Jugendarbeit spiele in Rheinland-Pfalz eine zentrale Rolle. Medienkompetenz zähle zu den wichtigsten Fähigkeiten, über die Minderjährige verfügen müssten, wenn sie an den gesellschaftlichen Kommunikationsprozessen teilnehmen. Dies spiegle sich in der Bildungs- und Erziehungsarbeit in den rheinland-pfälzischen Schulen genauso wie in den Angeboten der außerschulischen Jugendarbeit.

"Es geht darum, Kindern und Jugendlichen einen verantwortungsbewussten Zugang zu Informationen und zu altersgerechter Unterhaltung zu ermöglichen", so Ahnen. Dieser Aufgabe stelle sich die Landesregierung ebenso wie dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor strafbaren und jugendgefährdenden Inhalten. Es sei gut, dass sich Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Bund dieser Haltung angeschlossen habe.


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