Am Freitag wieder Lehrerstreiks - Beamte und Angestellte demonstrieren

Ein vierter Warnstreik der angestellten Lehrkräfte in NRW steht an. Wenn am Freitag die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und dem Beamtenbund (dbb tarifunion) in Düsseldorf für 8% mehr Einkommen bei den Landesbeschäftigten demonstrieren, sind wieder Lehrer und Sozialpädagogen aus allen Teilen des Landes dabei. Sie fordern insbesondere auch eine bessere Eingruppierung ihrer Berufsgruppen im Tarifvertrag der Länder.

25.02.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

Die GEW hat die angestellten Lehrer zu einem weiteren ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Ihre Kollegen im Beamtenverhältnis sollen sich solidarisieren und wenn möglich mit zur Demonstration fahren.

"Das bisherige Angebot der Arbeitgeber ist nicht akzeptabel. Dies würde eine Nullrunde für die erste Jahreshälfte 2009 und eine weitere für 2010 bedeuten und damit noch nicht einmal die gestiegenen Lebenshaltungskosten auffangen", begründete GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber die landesweite Demonstration und ergänzte: "Wir wollen einen Abschluss, der mit dem der Beschäftigten des Bundes und der Kommunen vergleichbar ist." Es könne nicht angehen, dass die Angestellten und Beamten auf Landesebene weiterhin von der allgemeinen Preis- und Einkommensentwicklungen abgeschnitten werden.

"Der Unmut der Kolleginnen und Kollegen richtet sich vor allem gegen Finanzminister Linssen", weiß Meyer-Lauber zu berichten. Denn dieser sitze für die Arbeitgeber am Verhandlungstisch und sei deswegen entscheidend daran beteiligt, dass bisher kein akzeptables Angebot vorliege. "Wir erwarten, dass Finanzminister Linssen bei der vierten Verhandlungsrunde am kommenden Wochenende seine Blockade aufgibt und ernsthaft in Verhandlungen mit dem Ziel einer Einigung eintritt", erklärte der GEW-Landesvorsitzende.


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