Bayern zu Gast in Schloss Bellevue in Berlin
Bundespräsident Dr. Horst Köhler und Bayerns Kunstminister Dr. Thomas Goppel eröffnen Ausstellung des Freistaates Bayern "Im Glanz des bayerischen Rokoko. Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums" im Amtssitz des Bundespräsidenten
13.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstIn der Folge der Präsentationen, mit denen sich die Länder der Bundesrepublik in Schloss Bellevue – dem Berliner Amtssitz des Bundespräsidenten – vorstellen, zeigt der Freistaat Bayern ab 13. Juni 2007 die Kabinett-Ausstellung "Im Glanz des bayerischen Rokoko. Kunsthandwerk des 18. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums". Anlässlich der Ausstellungseröffnung bezeichnete es Kunstminister Goppel am Mittwoch in Berlin als "Freude und hohe Ehre für den Freistaat Bayern", künstlerische Exponate aus Bayern am Amtssitz des Bundespräsidenten zeigen zu dürfen. Goppel: "In Schloss Bellevue, das noch zu Lebzeiten Friedrichs des Großen begonnen wurde, sind für etwa sechs Wochen erlesene Zeugnisse der verfeinerten Hofkultur des Spätbarock und Rokoko versammelt. Die ausgestellten Kunstwerke spiegeln exemplarisch den heutigen kulturellen Reichtum Bayerns wider."
Drei Zentren des historischen Kunsthandwerks, welche die großen Landesteile Altbayern, Schwaben und Franken repräsentieren, sind mit exzellenten Werken vertreten. Aus der einstigen Reichsstadt Augsburg, der mitteleuropäischen Metropole der Goldschmiedekunst im 18. Jahrhundert, stammen bedeutende Silberarbeiten; hervorzuheben sind Teile eines Jagdservices, das zu den schönsten Leistungen des Rokoko im Bereich des Tafelsilbers zählt, sowie ausgewählte Elemente einer Toilette-Garnitur. Während man in Augsburg anspruchsvolle Goldschmiedearbeiten in großem Umfang für einen internationalen Kundenkreis schuf, fertigten die Porzellan-Manufakturen in Nymphenburg und Ansbach kostbare Werke aus "weißem Gold" für eine beschränkte Zahl von Abnehmern. Zu europäischem Ruhm gelangte die Manufaktur Nymphenburg durch das Wirken des Modelleurs Franz Anton Bustelli, dessen Schöpfungen als Inbegriff des bayerischen Rokoko gelten. Überragende Qualität besitzen auch die in Schloss Bellevue ausgestellten Teile von Nymphenburger Tafel- und Dessertservicen. Verschiedene Accessoires verdeutlichen die Vorliebe des 18. Jahrhunderts für modisches Zubehör in gefällig gestalteten Behältnissen. Eine künstlerisch unterschiedliche Richtung vertrat die Ansbacher Manufaktur, die durch das Vorbild der Königlichen Porzellan-Manufaktur in Berlin geprägt wurde. Der Gründer des Unternehmens, der Hohenzollern-Markgraf Karl Alexander von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth, hatte 1766 von Friedrich dem Großen – dem Bruder seiner Mutter – ein Berliner Speiseservice als Geschenk erhalten, das in Ansbach mit Variationen ergänzt wurde, wie zwei hier gezeigte Teller erweisen. Desgleichen sind in der Präsentation u. a. Figuren antiker Götter zu sehen, die man in Ansbach nach Berliner Mustern ausführte. Nähere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.bayerisches-nationalmuseum.de/presse/rokoko/, dort steht auch digitales Bildmaterial zum Download zur Verfügung, das im Rahmen der Berichterstattung über die Präsentation mit dem Vermerk © Bayerisches Nationalmuseum München honorarfrei verwendet werden kann.
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