Breite Beteiligung am Aktionstag des Bremer Bündnisses für Bildung
Heute sind SchülerInnen, Studierende, Eltern und PädagogInnen gemeinsam für höhere Bildungsausgaben in Bremen auf die Straße gegangen. Das Bremer Bündnis für Bildung hatte zu diesem Aktionstag aufgerufen. Die Demonstrationen fanden im Rahmen des bundesweiten Bildungsstreiks von SchülerInnen und Studierenden und der internationalen "Global Weeks of Action for Education" statt. An den Demonstrationen nahmen in Bremen über den Tag verteilt mehr als 5.000 SchülerInnen und Studierende ebenso wie Beschäftigte und Eltern aus Schulen und Kindertagesstätten teil.
15.11.2011 Pressemeldung GEW Bremen"In allen Bereichen der Bildung wird deutlich: In Bremen wird zu wenig Geld für Bildung ausgegeben!" führte der GEW-Sprecher Harry Eisenach auf der Abschlusskundgebung aus. Die Aktion hatte das Ziel, dass sich alle an Bildung beteiligten Gruppen jetzt in die stattfindende Diskussion der Ressorts zur Aufstellung des Haushalts lautstark einbringen.
"Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut" tönte es schon ab 11:00 Uhr laut auf Bremens Straßen. Die GesamtschülerInnenvertretung (GSV) hatte zum Schulstreik aufgerufen. In einem Sternmarsch und einer Fahrraddemonstration zogen oder fuhren etwa 2.000 SchülerInnen zum Hauptbahnhof. Von dort ging es weiter zum Sitz der Bildungssenatorin und durch die Innenstadt.
Unter dem Motto "Ein Rettungsschirm für Bildung" fand im Kulturzentrum Schlachthof ab 13:00 Uhr eine Personalversammlung mit 1.000 Lehrkräften statt. Petra Lichtenberg, Vorsitzende des Personalrats Schulen und Mitglied des GEW-Landesvorstandes stellte dort als Ziel der Lehrkräfte fest: "Wir wollen Arbeitsbedingungen, die es uns ermöglichen, unsere Schüler und Schülerinnen bestmöglich zu unterrichten, zu unterstützen und zu fördern und die es uns ermöglichen, gesund und motiviert eine gute Arbeit zu machen. Lasst uns gemeinsam für eine bessere Bildung kämpfen."
Der Schüler Robert Mayer von der GesamtschülerInnenvertretung (GSV) und Gaby Sinter vom ZentralElternBeirat (ZEB) riefen die anwesenden PädagogInnen auf, sich dem Demonstrationszug der SchülerInnen am Hauptbahnhof anzuschließen. Dort sprachen bei der Auftaktkundgebung der Bündnisdemonstration Torsten Bobrink vom Gesamtelternbeirat KiTa Bremen, Christian Gloede von der GEW und ein Vertreter einer Studierendeninitiative für bessere Studienbedingungen an der Hochschule Bremen.
Gemeinsam mit Eltern und ErzieherInnen ging die Demonstration weiter zum Marktplatz. Auf der dortigen Kundgebung sprachen Harry Eisenach (GEW), Vertreter des SchülerInnenkollektivs "Fort Bildung", Andrea Spude (ZEB) und Annette Düring (DGB-Regionsvorsitzende).
Für die GEW Bremen forderte Harry Eisenach den Senat auf, die Kürzungen im Bereich Bildung zurückzunehmen und die Ausstattung der Bremer Schulen zu verbessern, so dass mindestens der Standard der anderen Stadtstaaten erreicht wird. "Auch die frühkindliche Bildung und die Bedingungen an den Hochschulen müssen verbessert werden", führte er weiter aus. Schließlich forderte er von der Bremer Landesregierung, dass sie die Initiative ergreifen solle, um das Ziel des Dresdener Bildungsgipfels 2008 zu erreichen, wonach bis 2015 mindestens 10 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Bildung und Wissenschaft ausgegeben werden müssen!
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