Bühne frei für Physik, Chemie und Bio

Sensationelle Bühnenshows vor ausverkauftem Haus hat die Sparkassen-Arena schon viele gesehen - aber der erste Auftritt der Stars "Chemie", "Physik" und "Biologie" ist auch für die größte Kieler Veranstaltungshalle eine ganz besondere Premiere. Mehrere tausend Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte aus dem ganzen Land feierten heute (24. September) die Eröffnung der X-perimenta, dem Festival der Naturwissenschaften.

24.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein

Noch bis zum morgigen Freitag sorgen spektakuläre Experimente, verblüffende Effekte, klangvolle Musik- und humorvolle Theatereinlagen auf der Show-Bühne des Festivals für einen ganz neuen Blick auf die Naturwissenschaften. Dazu kommen jede Menge Angebote zum Mitmachen im Hallenrund und Info-Stände für Lehrerinnen und Lehrer zu Laborbedarf und -einrichtungen, Experimentierzubehör, Fachliteratur und außerschulische naturwissenschaftliche Angebote.

"Willkommen in der größten Schule Schleswig-Holsteins!", rief Bildungsminister Dr. Jörn Biel den Festival-Teilnehmerinnen und Teilnehmern in seiner Eröffnungsrede zu. "Die X-perimenta zeigt: Biologie, Chemie und Physik sind alles andere als knochentrocken. Es gibt so viele Phänomene, über die man ins Staunen geraten kann und die hier heute und morgen präsentiert und erklärt werden. Die Vielfalt ist beeindruckend." Die Themen gehen in so verschiedene Richtungen wie Ernährung, Erneuerbare Energien, Kriminalistik, Medizin oder Biotechnologie.

Der Minister dankte den Festival-Veranstaltern vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) und dem Leibniz Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften (IPN), allen Kooperationspartnern und den vielen Helferinnen und Helfern, ohne die die X-perimenta nicht zu realisieren gewesen wäre. So habe sich zum Beispiel die Landesweite Verkehrsgesellschaft Schleswig-Holstein um das Anmeldeverfahren und die kostenlose Beförderung der Schulgruppen nach Kiel und zurück gekümmert.

Biel betonte, es sei wichtig, bei jungen Leuten frühzeitig das Interesse für die Naturwissenschaften zu wecken. "In unserem täglichen Leben und in weiten Bereichen unserer Wirtschaft sind wir auf naturwissenschaftliches und technisches Wissen angewiesen. Davon sind viele Arbeitsplätze abhängig." Deshalb hätten sich die Bildungs- bzw. Kultusministerinnen und -minister in Deutschland verständigt, einen Schwerpunkt auf die Naturwissenschaften zu legen. "Es gibt mittlerweile einheitliche und bundesweit geltende Bildungsstandards. Wir haben Programme wie SINUS oder die Kontextprogramme, die sich mit der Weiterentwicklung des naturwissenschaftlichen Unterrichts beschäftigen. Und wir haben eine hervorragende wissenschaftliche Begleitung, die uns wertvolle Hinweise gibt", so Biel weiter. Es komme nicht von ungefähr, dass das IPN Mitveranstalter der X-perimenta sei. "Das zeigt, wie gut der Kontakt zwischen pädagogischer Praxis und Forschung ist." Ein wichtiges Signal für die Bedeutung der Naturwissenschaften sei zudem, dass Schleswig-Holstein 2011 erstmals den Bundesentscheid von "Jugend forscht" ausrichten werde.

Der Direktor des IQSH, Dr. Thomas Riecke-Baulecke, betonte, dass mit der X-perimenta neue Impulse für die Weiterentwicklung des naturwissenschaftlichen Unterrichts gegeben werden sollen. "Statt die Fächer Biologie, Physik und Chemie in der Schule gegeneinander abzugrenzen, kommt es darauf an, sich auf den gemeinsamen Bildungsauftrag zu besinnen und zu kooperieren. An vielen Schulen hat es sich bewährt, das tiefere Verständnis von Biologie, Physik und Chemie dadurch wirkungsvoll anzubahnen, dass Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen fünf und sechs fächerübergreifend eigene Erfahrungen mit den Denkweisen und Verfahren der Naturwissenschaften machen können. Die Natur mit Hilfe von Versuchen, Beobachtungen, Hypothesen und Modellen erkunden lernen, für einen solchen Unterricht wird das IQSH verstärkt Fortbildungen und Handreichungen anbieten."

Die X-perimenta ist am 24. und 25. September von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Mit rund 10.300 angemeldeten Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften ist das Vormittagsprogramm bereits seit Wochen ausgebucht. Nachmittags ab 15 Uhr ist die X-perimenta aber an beiden Tagen für alle Interessierten geöffnet. Der Eintritt zum Festival ist kostenfrei.

Weitere Informationen und Kontaktdaten gibt es im Internet unter www.x-perimenta.de.


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