Charité beteiligt sich am Netzwerk Kinderschutz
Heute haben das Charité-Zentrum für Frauen-, Kinder- und Jugendmedizin und der Bezirk Mitte eine Kooperationsvereinbarung zum Kinderschutz unterzeichet. Ziel der Kooperation ist es, riskante Entwicklungen bei Kindern und Unterstützungsbedarfe von Familien frühzeitig zu erkennen sowie eine enge Zusammenarbeit bei der Vermittlung von Hilfen zu gewährleisten.
30.04.2008 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und ForschungDazu sind zwischen den beteiligten Institutionen und Akteuren klare Absprachen getroffen und verbindliche Verfahrensabläufe und Regelungen festgelegt worden, die sich auf das Melde- und Rückmeldeverfahren, die Durchführung von gemeinsamen Fach- und Hilfekonferenzen, die Erstellung eines gemeinsamen Behandlungs- und Betreuungskonzeptes, regelmäßige Rückmeldungen zum Betreuungsverlauf sowie die Anrufung des Familiengerichts beziehen, z. B.:
- Zur Einschätzung des Hilfe- und Schutzbedarfs eines Kindes oder Jugendlichen, insbesondere zur Abschätzung eines Gefährdungsrisikos verpflichten sich die Kooperationspartner zu möglichst frühzeitigen gemeinsamen Fachkonferenzen oder Hilfekonferenzen.
- Die Ergebnisse der Fach- bzw. Hilfekonferenzen werden schriftlich festgehalten und von allen Beteiligten unterzeichnet.
- Grundlage der Zusammenarbeit ist ein gemeinsames Dokumentationssystem, auf Basis des berlineinheitlichen Erfassungsbogens bei Verdacht einer Kindeswohlgefährdung.
- Des weiteren werden im Rahmen einer Kooperations-AG regelmäßige Abstimmungen auf Leitungsebene zur Kooperation stattfinden.
Jugendsenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner: "Ich begrüße diesen weiteren Baustein des Netzwerks Kinderschutz, der jetzt auch zum ersten Mal ein Universitätsklinikum integriert. Die Zusammenarbeit zwischen dem Jugendamt Mitte, dem Gesundheitsamt Mitte und den Kliniken der Charité wird hiermit weiter standardisiert und verbessert. Als ein weiterer Baustein in der Etablierung wirksamer Netzwerkstrukturen in den Bezirken wird diese Vereinbarung auch für weitere Kooperationsvereinbarungen der Charité mit den anderen Bezirken Berlins dienen."
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