"Sehr wichtiger Schritt"

Deutscher Kulturrat unterstützt Aufruf der Schriftsteller gegen die systematische Überwachung

Der Deutsche Kulturrat, Spitzenverband der Bundeskulturverbände, unterstützt den internationalen Aufruf der 560 Schriftsteller gegen die systematische Überwachung im Internet durch Geheimdienste wie die amerikanische NSA. In dem Aufruf, der gestern in der FAZ und in weiteren 31 Zeitungen weltweit abgedruckt wurde, fordern die Schriftsteller eine verbindliche internationale Konvention der digitalen Rechte.

11.12.2013 Pressemeldung Deutscher Kulturrat e.V.

Der Deutsche Kulturrat unterstützt das Anliegen der Schriftsteller, die demokratischen Werte in der digitalen Welt zu verteidigen. Wir teilen die Sorge über die Massivität der digitalen Ausspähung durch Geheimdienste. Die Freiheit des Geistes, der Künste, der Meinungsäußerung und der Medien sind Grundpfeiler der Demokratie. Gerade für künstlerische und journalistische Arbeiten ist es unabdingbar, dass jeder frei und ohne Sorge vor Bespitzelung kommunizieren, telefonieren, im Netz recherchieren und arbeiten kann.

Die Debatte um Datensicherheit darf sich nicht auf technische Fragen beschränken.Der Deutsche Kulturrat sieht vielmehr die Notwendigkeit einer umfassenden gesellschaftlichen Diskussion über den Umgang mit Daten, Medienethik und den Wert von Informations-, Meinungs- und Kunstfreiheit für unsere Demokratie im digitalen Zeitalter. Der Aufruf der Schriftsteller ist ein sehr wichtiger Schritt zur Anregung einer solchen Debatte.

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Der Deutsche Kulturrat unterstützt mit Nachdruck den Aufruf der 560 Schriftsteller zur Verteidigung unserer demokratischen Rechte im Zeitalter der Digitalisierung. Wir schließen uns den Forderungen der Schriftsteller an und verlangen von der Bundesregierung, dass sie einen starken Datenschutz für alle Bürgerinnen und Bürger garantiert. Nicht, weil eine völlige Überwachung heute technisch möglich ist, darf sie gemacht werden, sondern im Gegenteil, der Schutz der Privatheit und der Intimsphäre jedes Einzelnen sind Grundlagen eines demokratischen Gemeinwesens."

Aufruf der Schriftsteller.


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