Europäischer Forschungsrat fördert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Erfolge für Heidelberg, Freiburg und Tübingen

Der Europäische Forschungsrat (ERC) fördert sieben Wissenschaftler aus Baden-Württemberg mit Advanced Grants in Höhe von je bis zu 2,5 Mio. Euro. Die Zuschüsse werden für Vorhaben der Grundlagenforschung an renommierte Forscherinnen und Forscher in verschiedenen Disziplinen vergeben. Zum Zuge gekommen sind Projekte in Heidelberg (Universität, Zentralinstitut für seelische Gesundheit und Deutsches Krebsforschungszentrum), an der Universitätsklinik Freiburg und an der Universität Tübingen. Mit sieben von deutschlandweit 24 Förderungen war Baden-Württemberg damit das erfolgreichste Bundesland.

16.10.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg: "Die Entscheidung ist eine Auszeichnung für die hervorragenden Leistungen der erfolgreichen Forscherinnen und Forscher, aber auch ein Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit der Forschung in Baden-Württemberg insgesamt. Mit knapp einem Drittel der Bewilligungen, die nach Deutschland gegangen sind, hat Baden-Württemberg ausgezeichnet abgeschnitten".

Die Advanced Investigator Researcher Grants wurden Ende des vergangenen Jahres in den Natur- und Ingenieurwissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften und Lebenswissenschaften ausgeschrieben. Die Bewerberinnen und Bewerber benötigen zehn Jahre Forschungserfahrung und müssen zehn Publikationen in renommierten internationalen Fachzeitschriften nachweisen. Die Höchstförderdauer liegt bei fünf Jahren, je Vorhaben können maximal 2,5, in Ausnahmefällen bis zu 3,5 Mio. Euro gewährt werden. Einziges Bewertungskriterium ist die Exzellenz der Forschenden und ihrer Projekte. Die erfolgreichen Projekte in den Lebenswissenschaften wurden von der EU am 13. Oktober, in den anderen Disziplinen bereits vorher veröffentlicht.

Bereits bei der Bewilligung von ERC-Zuschüssen für Nachwuchswissenschaftler (Starting Grants) war Baden-Württemberg bundesweit Spitzenreiter. Im laufenden Jahr gingen sieben von bundesweit 18 Förderungen an Universitäten bzw. neun von bundesweit 31 Förderungen an universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen des Landes.

Unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft wurde im Januar 2007 das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm gestartet, das sich auf einen Zeitraum von 7 Jahren erstreckt und mit rd. 50 Mrd. Euro ausgestattet ist. Ein wesentliches neues Merkmal des FRP 7 ist die Einrichtung des Europäischen Forschungsrates, der erstmalig in der Geschichte der EU Grundlagenforschung fördert und Anträge von Einzelpersonen aus einem EU-Mitgliedsstaat ermöglicht.

Info: www.eubuero.de/arbeitsbereiche/erc


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