Forschung hautnah erleben

Mit einer Reise in die Urzeit hat die Forschungsexpedition begonnen: Bundesforschungsministerin Annette Schavan gab das Startsignal im Berliner Naturkundemuseum. 100 Schülerinnen und Schüler gingen mit ihr auf Entdeckungstour.

26.01.2009 Pressemeldung Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

"Wir wollen Kindern und Jugendlichen ermöglichen, die Faszination der Forschung hautnah zu erleben. Deshalb laden wir sie in diesem Jahr auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Welt der Wissenschaft ein", sagte Schavan zum Auftakt des Wissenschaftsjahres 2009.

Museum zum Anfassen

Die Schülerinnen und Schüler im Naturkundemuseum waren begeistert: Mit viel Elan und Spaß gruben sie nach Dinosaurierknochen und gossen ihre eigenen Fossilien in Gips. "Man muss einfach den Gips anrühren und dann in diese Form gießen", erklärte ein kleiner Nachwuchsforscher aus der Papageno-Grundschule der Ministerin.

"Wir stellen uns den großen Themen", lautet der anspruchsvolle Slogan der Bundesforschungsministerin. Denn Deutschland soll als Wissenschaftsstandort attraktiver werden. Dabei spielt insbesondere die Nachwuchsforschung eine wichtige Rolle. Deshalb will Schavan in diesem Jahr viele junge Menschen für die Wissenschaften begeistern.

Die Jugend ist gefragt

Insbesondere die ganz jungen Forscherinnen und Forschern sollen die Möglichkeit erhalten, die Welt der Reagenzgläser und Forschungslabore genauer zu erkunden. Das ganze Jahr über locken Projekte wie der Ausstellungszug, das Ausstellungsschiff "MS Wissenschaft" oder auch ein Truck. Egal, ob im Zug oder auf dem Schiff: Überall laden Experimenten ein, Anfassen und Mitmachen ist nicht nur erlaubt, sondern gewünscht.

Und es gibt noch mehr: Die Türen vieler Institute und wissenschaftlicher Zentren werden das ganze Jahr über für jedermann offen stehen. Mit einer Vielzahl von Tagen der offenen Tür, Museumsnächten und weiteren Großveranstaltungen ist für jeden etwas dabei.

Auf der Jagd nach Stempeln

Außer jeder Menge Wissen können die jungen Forscherinnen und Forscher auch einen Preis gewinnen, der es in sich hat: Die Teilnahme an einer echten Forschungsexpedition.

Dafür sind mindestens fünf Stempel im so genannten "Expeditionspass" notwendig. Der Pass kann mit Stempeln von jedem Projekt, jedem Museum oder jeder anderen Forschungseinrichtung des Wissenschaftsjahres 2009 gefüllt werden.

Da ist es daher kein Wunder, dass sich die Schülerinnen und Schüler im Naturkundemuseum nahezu um den Expeditionspass gerissen haben. Aber auch auf die Jugendlichen in der ganzen Republik warten noch viele interessante Projekte mit der Chance auf weitere Stempel. Auch der Ausstellungszug ist noch nicht abgefahren.

Bei der Vielzahl der Programmhöhepunkte scheint ein einzelnes Wissenschaftsjahr 2009 fast zu kurz zu sein. Aber eins ist sicher: Dem Wissensdrang von groß und klein sind dieses Jahr keine Grenzen gesetzt.

Das Wissenschaftsjahr:

Seit dem Jahr 2000 veranstaltet das Bundesforschungsministerium zusammen mit der Initiative Wissenschaft den "Dialog die Wissenschaftsjahre". In diesem Jahr wird zum ersten Mal kein einzelner Wissenschaftszweig in den Vordergrund gestellt, vielmehr soll die Wissenschaft als ganzes Thema sein. Ziel des Jahres ist es, den Austausch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu fördern. Partner im Wissenschaftsjahr sind die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina und die Robert Bosch Stiftung.

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