Baden-Württemberg

Gemeinsame Erklärung "Auf dem Weg zur Wissens- und Innovationsregion am Oberrhein" mit Rheinland-Pfalz, dem Elsass und den Kantonen der Nordwestschweiz unterzeichnet

Kultusministerin Marion Schick unterzeichnete heute (2. Dezember) für Baden-Württemberg eine gemeinsame Erklärung mit Rheinland-Pfalz, dem Elsass und den Kantonen der Nordwestschweiz. Unter dem Titel "Auf dem Weg zur Wissens- und Innovationsregion am Oberrhein" wollen die Träger der trinationalen Metropolregion Oberrhein die grenzüberschreitende Vernetzung in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation in den nächsten drei Jahren kontinuierlich ausbauen. Die Unterzeichnung durch Politiker, Vertreter der Bildung und Forschung am Oberrhein sowie der Wirtschaft fand im Kongresszentrum der Messe Basel im Rahmen des 12. Dreiländerkongress zum Thema "Bildung, Forschung und Innovation am Oberrhein" statt.

02.12.2010 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

"Mit der Vereinbarung kann sich der Oberrhein noch stärker als europäische Wissens- und Innovationsregion positionieren. Die Offensive setzt Impulse für weitere Kooperationen der Bildungs- und Wissenschaftsakteure, damit der Oberrhein nicht nur ein gemeinsamer Lebens-, Arbeits- und Bildungsraums ist, sondern auch an Sichtbarkeit in den anderen europäischen Regionen gewinnt", so Schick.

Auf dem Dreiländerkongress diskutierten rund 650 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die derzeitige grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation am Oberrhein und den zukünftigen Handlungsbedarf. In der Oberrheinregion leben rund sechs Millionen Menschen. Sie zählt mit rund 170.000 Studierenden, 20.000 Forschern, 167 Forschungseinrichtungen, vielen innovativen Unternehmen und zahlreichen Beschäftigten in verschiedenen wissenschaftlichen Bereichen zu den leistungsstärksten Regionen Europas. Es existieren bereits heute rund 120 grenzüberschreitende Projekte und Maßnahmen wie zum Beispiel zahlreiche bi- oder trinationale Studiengänge oder thematische Kooperationen im Bereich der Lehre und Forschung. Daneben gibt es eine Vielzahl an grenzüberschreitenden Begegnungsprojekten zwischen Kindergärten und Schulen.

Im Rahmen der verbleibenden INTERREG-Förderperiode 2007-2013 beteiligen sich Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Elsass und die Schweiz an der Umsetzung von grenzüberschreitenden Kooperationen mit rund zwei Millionen Euro. In Verbindung mit EU- und anderen Mitteln können somit Leuchtturmprojekte in den Bereichen Bildung, Forschung und Innovation von insgesamt rund sechs Millionen Euro unterstützt werden.

Infos an die Redaktionen:
Dreiländerkongresse finden seit 1988 alle zwei Jahre zu Schwerpunktthemen statt. Sie stellen eine Ergänzung zur regionalstaatlichen Kooperation der deutsch-französisch-schweizerischen Oberrheinkonferenz (ORK) dar. Sie sind ein gemeinsames Projekt der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, der Region Elsass, der Départements Haut-Rhin und Bas-Rhin, des Französischen Staates sowie der fünf Nordwestschweizer Kantone. Die Veranstalter des 12. Dreiländerkongresses sind turnusgemäß die Schweizer Partner der Oberrheinkooperation, das heißt die Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Aargau, Jura und Solothurn. Die Kongressorganisation und das Sekretariat liegen in der Verantwortung der REGIO BASILIENSIS (IKRB). Am 9. Dezember soll in Offenburg offiziell die "Trinationale Metropolregion Oberrhein" (TMO) gegründet werden.


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