Gemeinsames Signal gegen Rechtsextremismus

Vertreter führender Sport- und Hilfsorganisationen haben heute in Berlin auf Einladung von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble ein Signal gegen Rechtsextremismus gesetzt. Mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und den Innenministern der neuen Länder haben sie sich auf eine gemeinsame Erklärung gegen den Rechtsextremismus verständigt. Die Erklärung zeigt den gemeinsamen Willen der Unterzeichner rechtsextremistischen Entwicklungen entschlossen entgegenzutreten und damit einen aktiven Beitrag bei Prävention und Bekämpfung des Rechtsextremismus zu leisten. Hierfür treten der Arbeiter-Samariter-Bund e.V., die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., der Deutsche Feuerwehrverband, der Deutsche Fußball-Bund, der Deutsche Olympische Sportbund e.V., das Deutsche Rote Kreuz e.V., die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. sowie der Malteser Hilfsdienst e.V. in ihrer Erklärung gemeinsam ein.

17.07.2007 Pressemeldung Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Dazu erklärt Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble: "Wir sind uns einig, dass die Bekämpfung des Rechtsextremismus eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, bei der jeder an seinem Platz gefordert ist. Mit der gemeinsamen Erklärung wird deutlich, dass es den Unterzeichnern ernst ist und sie diese Aufgabe aktiv angehen. Ganz besonders freue ich mich über das klare Bekenntnis der Unterzeichner, sich vor allem der jungen Menschen in unserem Land anzunehmen. Darauf kommt es nämlich ganz entscheidend an. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche auf Angebote treffen, die es ihnen ermöglichen ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten - an Stelle der vergifteten Angebote rechtsextremistischer Organisationen und Parteien."

Genau so wichtig ist es, dass sich die demokratischen Kräfte klar und unmissverständlich von Rechtsextremismus abzugrenzen. Auch dies bringt die gemeinsame Erklärung deutlich zum Ausdruck.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen: "Gegen Rechtsextremismus müssen wir alle Kräfte bündeln. Dies gelingt uns am besten, wenn Familien, Schulen und ganz besonders die Träger der Jugendarbeit gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur wenn wir alle zusammenhalten, können wir verhindern, dass unsere Kinder in die rechtsextreme Szene abrutschen. Deshalb stellt sich die Bundesregierung mit verschiedenen Programmen auf die Seite derjenigen, die sich engagieren. Unser Programm 'Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie', das seit dem 1. Januar 2007 läuft, stärkt den Einsatz von Kommunen, Landkreisen und einer Vielzahl freier Träger."

Daneben fördert die Bundesregierung Beratungsnetzwerke und mobile Interventionsteams gegen Rechtsextremismus, die bundesweit und kurzfristig zur Stelle sind, wenn den örtlich Verantwortlichen vor Ort die Probleme mit rechtsextremen Jugendlichen über den Kopf wachsen.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble hierzu: "Wir freuen uns darauf, im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung im Oktober bereits zahlreiche 'Orte der Vielfalt' und Beispiele zivilgesellschaftlichen Engagements vorstellen zu können."


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