Infos zum Datenschutz

Strategien für einen zeitgemäßen Datenschutz wurden heute bei der Veranstaltung "Denn sie wissen nicht, was sie tun – Datenschutz in der Online-Generation" in der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur diskutiert. Der Einladung von Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, und des Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland Pfalz, Edgar Wagner, waren rund 300 Datenschutzbeauftragte aller Schularten, Schülerinnen und Schüler und weitere Interessenten gefolgt. Der vom Europarat ausgerufene Europäische Datenschutztag findet jährlich am 28. Januar statt, weil am 28. Januar 1981 die Europaratskonvention zum Datenschutz unterzeichnet wurde. Er soll das Bewusstsein für den Datenschutz bei den Bürgerinnen und Bürgern in Europa schärfen.

28.01.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Angesichts der Veränderungen in der Informations- und Kommunikationstechnik ist es wichtig, dass alle an Schule Beteiligten über diese Entwicklungen umfassend informiert sind, ein Bewusstsein und praxistaugliche Strategien für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz und Datenschutz entwickeln. Nur wer heute und in Zukunft umfassende Medienkompetenz besitzt, kann souverän und selbstbestimmt, vor allem auch kritisch und reflektiert, mit der Vielfalt der Medien, ihren Chancen und ihren Risiken umgehen," sagte Bildungsministerin Doris Ahnen.

Datenschutzbeauftragter Wagner appellierte vor allem an die jungen Onliner, nur solche persönlichen Daten ins Netz zu stellen, die sie auch in einer Zeitung veröffentlichen würden. "Hinterlasst so wenig Spuren wie möglich im Netz und sorgt dafür, dass Eure Freunde diesen Rat auch beherzigen!", mahnte der Landesbeauftragte die Schülerinnen und Schüler.

Vor verfehlter Freizügigkeit warnte auch Klaus Schimmer, Security Marketing Manager SAP-AG Walldorf, Repräsentant der European Network and Information Security Agency (ENISA) mit Verweis auf eine aktuelle Studie. Hans Hanten, Gruppenleiter beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, berichtete über Strategien und Maßnahmen des Bundes. Friedemann Schindler, Leiter von jugendschutz.net, beleuchtete das Verhalten Jugendlicher in Chaträumen, und Sebastian Gutknecht, Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz – AJS Köln, schilderte die Probleme aus rechtlicher Perspektive.

In drei Info-Shops wurden Datenschutzfragen und Strategien in der Schule aus Sicht der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler und Eltern sowie Möglichkeiten der Technik diskutiert.

Die Veranstaltung war Teil des Landesprogramms "Medienkompetenz macht Schule". Im Rahmen des 10-Punkte-Programms wird die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern gestärkt, die Medienerziehung im Elternhaus unterstützt und werden Lehrkräfte im Umgang mit den neuen Medien im Unterricht fortgebildet. Das Programm wird umgesetzt unter der Federführung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in Zusammenarbeit mit der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und der "Zentralstelle IT-Management, Multimedia, eGovernment und Verwaltungsmodernisierung" im Ministerium des Innern und für Sport.

Aktuelle Informationen zum Landesprogramm gibt es im Internet unter www.medienkompetenz.rlp.de, Hinweise zum Datenschutz sind unter www.datenschutz.rlp.de verfügbar.


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