Bayern

Landkreis Cham soll Modellregion für ein Bildungsbündnis werden

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle will die Bildungslandschaft Cham stärken. Dazu soll der Landkreis Cham zur Modellregion für ein Bildungsbündnis avancieren. Der Landkreis im Bayerischen Wald eignet sich deshalb aus der Sicht von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle besonders gut als Modellregion, da hier der demographische Wandel besonders ausgeprägt ist. Umso wichtiger ist es für den Minister, "dass wir die jungen Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf unterstützen". Dies diene den jungen Leuten ebenso wie der Wirtschaft vor Ort. "Wer den richtigen Ausbildungsplatz und seinen Platz im Berufsleben findet, übernimmt Verantwortung in der Gesellschaft und wandert nicht ab", so Dr. Spaenle.

02.07.2010 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Er ergänzte: "Der Landkreis Cham kann für uns ein Vorbild werden, wie das Kultusministerium gemeinsam mit Landkreisen und kreisfreien Städten in Bildungsnetzwerken für die Zukunft junger Menschen Mitverantwortung übernimmt." "Ziel des Bildungsbündnisses ist es, die Schülerinnen und Schüler beim Übergang von den weiterführenden Schulen in die berufliche Ausbildung zu begleiten", so der Minister. "Wir dürfen keinen Schüler verlorengeben."

Mögliche Instrumente dazu sind z. B. eine Informations- und Ideenbörse ebenso wie Berufseinstiegshelfer bzw. Mentoren. Diese sollen gemeinsam mit den Schulen Maßnahmen zur Berufsorientierung organisieren und auch die Schülerinnen und Schüler selbst bei der Suche von Praktikums- und Ausbildungsstellen fördern. Dabei sollen alle Bildungsangebote der Region und Förderinstrumente "zu einem Netz zusammengestrickt" werden. Eine "Stabsstelle Bildung" könnte auf Landkreisebene die verschiedenen Fäden miteinander verknoten.

Parallel dazu werden Kultusministerium und Landkreis alle Möglichkeiten nutzen, um das Angebot der beruflichen Schulen zu sichern und zu verhindern, dass Ausbildungsberufe aufgrund der rückläufigen Zahlen an Auszubildenden an den beruflichen Schulen nicht mehr angeboten werden können. Dazu könnten auch Schüler in verwandten Berufen im Bedarfsfall mit Zustimmung der Wirtschaftsseite weitgehend gemeinsam unterrichtet sowie Wissen und Kompetenzen stärker berufsübergreifend ausgerichtet werden. Mit Blick auf die Zukunft ergibt sich für Minister Spaenle der Vorteil: "Wir können dadurch die an den beruflichen Schulen zu vermittelnden Qualifikationen verbreitern, so dass die Absolventen sich künftig leichter an veränderte Anforderungsprofile anpassen können."

Kultusminister Spaenle kündigte an, dass er gemeinsam mit mehreren kreisfreien Städten und Landkreisen den Aufbau von Bildungsnetzwerken in Modellregionen erproben will. Ideen in diese Richtung gibt es in mehreren Regionen Bayerns, u. a. in den Landkreisen Freyung-Grafenau, Lindau und Weißenburg-Gunzenhausen wie auch in der kreisfreien Stadt Erlangen.


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