Mehr Geld für Opferschutz und Prävention – Internetsperren allein unzureichend

Anlässlich des Kabinettbeschlusses zum Kampf gegen Kinderpornogaphie erklärt Ekin Deligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin:

25.03.2009 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen

Jedes missbrauchte Kind ist eine zerstörte Seele. Beim Kampf gegen sexuellen Missbrauch und Ausbeutung von Kindern müssen Aufdeckung und Vermeidung, der Schutz der Opfer und die Verfolgung der Täter Vorrang haben. Internetsperren allein sind kein Allheilmittel – das sollte auch der Familienministerin längst klar sein.

Für die betroffenen Kinder ist vor allem eine gute Betreuung wichtig, um das Trauma des Missbrauchs zu überwinden. Hier brauchen wir mehr Ressourcen – auch für die Präventionsarbeit. Für die Ministerin hat dieser Bereich leider keine Priorität.

Dennoch müssen wir als Gesellschaft zeigen, dass wir Kinderpornographie und Ausbeutung nicht dulden. Das Internet kann und darf kein rechtsfreier Raum sein. Dazu brauchen wir aber eine saubere gesetzliche Lösung, statt dubioser Vereinbarungen.


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