Menschen mit Migrationshintergrund in der Rheinschiene besser qualifiziert als im Ruhrgebiet
(IT.NRW). Bildung und berufliche Qualifikation wird häufig als wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration angesehen.
18.08.2010 Pressemeldung Information und Technik Nordrhein-WestfalenWie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, zeigt eine jetzt vorgelegte Studie, dass im Jahr 2008 in den Großstädten der Rheinschiene (Düsseldorf, Köln, Bonn und Leverkusen) 34,4 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter mit Migrationshintergrund die Hochschulreife besaß. In den kreisfreien Städten des Ruhrgebiets hatten dagegen nur 19,8 Prozent der Erwerbspersonen mit Zuwanderungsgeschichte Abitur.
16,2 Prozent der Personen mit Migrationshintergrund in der Rheinschiene und 6,0 Prozent im Ruhrgebiet verfügten über einen Hochschulabschluss. Gänzlich ohne allgemeinbildenden Schulabschluss blieben in der Rheinschiene 12,7 Prozent und im Ruhrgebiet 17,8 Prozent. Ursachen für diese strukturellen Unterschiede sehen die Statistiker einerseits in den unterschiedlichen Herkunftsländern der Zugewanderten: Im Ruhrgebiet sind Menschen aus den ehemaligen Anwerbeländern und Osteuropa häufiger vertreten als in der Rheinschiene.
Andererseits wanderten Hochqualifizierte - auch ohne Migrationshintergrund - aus dem Ruhrgebiet ab, während die Großstädte in der Rheinschiene bei dieser Bevölkerungsgruppe Zuwächse verbuchen konnten.
Insgesamt lebten 2008 in den Ruhrgebietsstädten 866 000 Personen mit Migrationshintergrund, von denen 586 000 im erwerbsfähigen Alter waren. In den Großstädten der Rheinschiene waren dies 441 000 von 624 000 Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
Keine Kommentare vorhanden