Minister Müller eröffnet Fachtagung zur Schuldenprävention

Am morgigen Freitag wird Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) bei der Fachtagung zur Schuldenprävention ein Grußwort sprechen. Veranstaltet wird die Konferenz gemeinsam vom Thüringer Kultusministerium sowie dem Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit.

27.11.2008 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Um Überschuldungssituationen bereits im Vorfeld abzuwenden, hat die Landesregierung ein Netzwerk zur Schuldenprävention und Stärkung von Kompetenzen bei der Haushaltsführung von Familien und Jugendlichen aufgebaut. Am Thüringer Verbraucherschutzministerium wurde dazu eigens eine Projektgruppe ins Leben gerufen. Ziel der Fachtagung ist es, Fachkräfte an Grundschulen, Kindertageseinrichtungen und Lernwerkstätten für die Thematik zu sensibilisieren. Dabei sollen beispielhaft in anderen Bundesländern erprobte und wissenschaftlich begleitete Projekte vorgestellt werden.

Zeit: Freitag, 28. November 2008, 10.00 Uhr, Ort: Erfurt, Thüringer Landtag

Kultusminister Müller sagte im Vorfeld: "Da zunehmend junge Menschen in die Schuldenfalle geraten, muss ihnen der verantwortungsbewusste Umgang mit Geld vermittelt werden. Dies hat sich auch die Schule zum Auftrag gemacht. Nach dem Start eines Modellprojekts im Jahr 2001 fand 2003 eine erste Fachtagung des Thüringer Institutes für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien statt, bei der erste vielversprechende Ergebnisse dieses Modelprojektes ausgewertet wurden. Inzwischen ist das Projekt ´Erziehung zum Umgang mit Geld´ landesweit eingeführt. In allen Schulamtsbereichen stehen speziell ausgebildete Moderatoren und Experten als Ansprechpartner für Lehrer und Eltern zur Verfügung. Dazu gibt es eine gleichnamige Broschüre als Handreichung für den Unterricht."

Verbraucherschutzministerin Christine Lieberknecht (CDU) weist im Vorfeld der Veranstaltung auf die zunehmende Gefahr der Verschuldung von Jugendlichen hin: "Die Bereitschaft Minderjähriger, sich Geld zu leihen, wächst. So ist auch die Zahl von Jugendlichen, die in Thüringen bei Schuldnerberatungsstellen und der Verbraucherzentrale Hilfe suchen, deutlich gestiegen. Wichtig ist es daher, Schüler schon möglichst früh zu wachsamen Konsumenten zu erziehen. Gerade auch die Eltern können ihren Beitrag leisten. In den meisten Fällen können sie ihren Kindern die Notwendigkeit einer vorausschauenden Finanzpolitik auch vermitteln. Die Elternhäuser sind und bleiben unverzichtbaren Orte der Erziehung – auch in dieser Hinsicht. Die Landesregierung ist sich ihrer Verantwortung bewusst und hat in Thüringen ein breites Netzwerk zur Schuldenprävention aufgebaut. Darüber hinaus werden Schuldnerberatungsstellen sowie Projekte verschiedener Träger vom Sozialministerium mit über 1,4 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr unterstützt. Durch die Zusammenarbeit verschiedener Träger soll möglichst frühzeitig mit präventiven Strategien einer möglichen Überschuldung entgegen gewirkt werden."


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