Neues DJI-Bulletin zum Thema Jugend und Migration (Nr. 76)

Kinder und Jugendliche von heute treffen im Alltag immer häufiger auf Gleichaltrige anderer kultureller und ethnischer Herkunft. In Kindertagesstätte, Schule, Ausbildung und Freizeit sind interkulturelle Begegnungen und Beziehungen mittlerweile selbstverständlich. Der öffentliche Diskurs um die soziale Integration von Migrantinnen und Migranten zeichnet jedoch ein anderes Bild des interkulturellen Zusammenlebens: Ausgrenzung, "Parallelgesellschaften", "ethnische Kolonien". Interkulturelle Beziehungen werden überwiegend als nicht vorhanden oder aber als problembelastet, konfliktreich, vorurteilsbehaftet und gewalttätig gesehen.

31.01.2007 Pressemeldung Deutsches Jugendinstitut - DJI

Die Forschung bestärkt diese Wahrnehmung, wenn vorrangig Probleme, Defizite und Konflikte zum Gegenstand werden, wie Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus, Gewalt in Jugendgruppen. Derartige Untersuchungen zu interkulturellen Beziehungen sind unverzichtbar für die Entwicklung von Förderkonzepten sowie von Strategien der Konfliktlösung und Prävention; sie müssen aber ergänzt werden, da sie ein unvollständiges Bild des interkulturellen Zusammenlebens zeichnen. Um die Potenziale interkultureller Beziehungen in Praxis und Politik nutzen zu können, ist es demnach erforderlich, die Entstehung und Entwicklung "gelingender" interkultureller Beziehungen besser zu erforschen.

Inhalt von Heft 76

Dossier

Kirsten Bruhns: Interkulturelle Beziehungen als Potenzial - Neue Perspektiven für die Migrationsforschung

DJI Bulletin PLUS

Xandra Wildung: Interkulturelle Kompetenz - ein Vexierbild des 21. Jahrhunderts. Definition, Elemente, Standards, Praxis

Berichte

Thomas Rauschenbach: Das Gelingen von Migration und Integration - ein notwendiges Ziel für die Gesellschaft

Parlamentarischer Abend des DJI - Migration, Integration, interethnisches Zusammenleben

Jan Marbach: Wie deutsch ist deutsch? Zur Bedeutung des Migrationshintergrundes

Christian Alt: Milieu oder Migration - was zählt mehr?

Birgit Reißig, Frank Braun: Ganz anders und total normal Iris Bednarz-Braun, Ursula Bischoff: Multikulti funktioniert: Azubis wollen interkulturelle Vielfalt Martina Gille, Sabine Sardei-Biermann: Sprich mit mir ? Freundeskreis und Sprachgebrauch bei Migranten und Einheimischen René Bendit: Migration - ein steiniger Weg? Jugendliche als Akteure zwischen Politik und eigenen Wünschen

Herausgeber und Erscheinungsort:

Deutsches Jugendinstitut e.V. Nockherstraße 2 81541 München Tel: 089-62306-0 Fax: 089-62306-265

Presserechtlich verantwortlich: Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Redaktion: Dr. Jürgen Barthelmes (E-Mail: barthelmes( at )dji.de; Telefon: 089-62306-180)

Stephanie Vontz (E-Mail: vontz( at )dji.de; Telefon: 089-62306-180)

Vertrieb: Stephanie Vontz

Das deutsche Bulletin erscheint viermal im Jahr und kann kostenlos bezogen werden.


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