Peter-Huchel-Preisverleihung an Gerhard Falkner in Staufen

Kunststaatssekretär Dr. Dietrich Birk hat dem Lyriker Gerhard Falkner heute (3. April) in Staufen den vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestifteten Peter-Huchel-Preis 2009 überreicht. Falkner wurde für seinen 2008 im Berlin Verlag erschienenen Lyrikband "Hölderlin Reparatur" ausgezeichnet. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

03.04.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Birk würdigte Falkner als "konstante lyrische Stimme, die die Wahrnehmung der modernen Welt poetisch verarbeite". Er freue sich besonders, dass mit ihm ein ehemaliger Stipendiat der Akademie Schloss Solitude geehrt werde.

"Der nach dem bedeutenden Lyriker benannte Peter-Huchel-Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen deutschsprachiger Lyrik", sagte der Staatssekretär. Mit dem Preis gelinge es, den leiseren Stimmen im Literaturbetrieb ein stärkeres Gehör zu verschaffen und die Öffentlichkeit für Lyrik zu interessieren.

"Die Lyrik hat in der Literaturförderung des Landes Baden-Württemberg mit dem Peter-Huchel-Preis ihren festen Platz", so Birk. Darüber hinaus unterstütze das Land zahlreiche Veranstaltungen und Projekte, um für die Autoren sowie das Lesepublikum Möglichkeiten zu Begegnung und Austausch zu schaffen.

Gerhard Falkner wurde 1951 in Schwabach geboren und absolvierte eine Buchhändlerausbildung. 1981 debütierte er mit seinem Gedichtband "so beginnen am körper die tage". Besondere Aufmerksamkeit erhielt der 1989 erschienene Band "wemut", mit dem er sein lyrisches Schaffen für einige Jahre unterbrach. Mit "X-te Person Einzahl" (1996) kehrte er zurück. Es folgten u.a. die Bände "Endogene Gedichte" (2000) "Gegensprechstadt – ground zero" (2005) und die Novelle "Bruno" (2008). Falkner erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Stipendium der Akademie Schloss Solitude (2003) und zuletzt den Kranichsteiner Literaturpreis (2008).

Der vom Land Baden-Württemberg und dem Südwestrundfunk gestiftete Peter-Huchel-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 1983 vergeben. Ausgezeichnet wird ein im zurückliegenden Jahr erstmals in Druckform erschienenes Werk, das einen besonders bemerkenswerten Beitrag zur Entwicklung der deutschsprachigen Lyrik geleistet hat.

Der Preis erinnert an den Lyriker Peter Huchel, der seit den 1970er Jahren in Staufen im Breisgau lebte. Die Preisverleihung findet alljährlich am 3. April, dem Geburtstag Huchels, in Staufen in Breisgau statt. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern gehörten Thomas Kling, Raoul Schrott, Adolf Endler, Oskar Pastior, Uljana Wolf, Oswald Egger und Ulf Stolterfoht.


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