Qualitätsoffensive im Spitzensport

Brandenburgs Sportminister Holger Rupprecht hat heute in Potsdam die Empfehlungen der 5. Landessportkonferenz präsentiert. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Landessportbundes Brandenburg (LSB), Dr. Wolfgang Ger-hold, und Prof. Dr. Arndt Pfützner, Direktor des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft e.V. Leipzig (IAT), unterzeichnete Rupprecht zudem eine Kooperationsvereinbarung zur besseren Talentsuche und Nachwuchsförderung im Land Brandenburg.

24.11.2008 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Sportminister Rupprecht verwies darauf, dass das Jahr 2008 ein Beleg für die gute Zusammenarbeit des Landessportbundes und des Sportministeriums im Spitzensport gewesen sei. "Ich erinnere an die Olympischen und Paralympischen Spiele in Peking. Die beeindruckende Bilanz der brandenburgischen Athletinnen und Athleten hat erneut die Leistungsfähigkeit unserer Schule-Leistungssport-Verbundsysteme und der effektiven Strukturen für den Spitzensport gezeigt", freute sich der Sportminister. "Diese Strukturen wollen wir mit einer Qualitätsoffensive im Nachwuchsleistungssport weiter ausbauen, damit Brandenburg seine führende Position im Leistungssport behält. Dazu gilt es, auch künftig optimale Rahmenbedingungen für die Leistungssportentwicklung bereitzustellen. Besondere Bedeutung kommt hierbei den Olympiastützpunkten sowie den Kooperationen mit den sportwissenschaftlichen Einrichtungen der Universität Potsdam zu."

Empfehlungen der Landessportkonferenz zum Leistungssport:

Die 5. Leistungssportkonferenz hat zahlreiche Empfehlungen formuliert, um den Leistungssport im Land Brandenburg auszubauen und weiter zu fördern:

  • Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt, dass sich das Land Brandenburg bei der Förderung des Leistungssports auch zukünftig auf die vom Deutschen Olympischen Sportbund und den Spitzenverbänden festgelegten Schwerpunktsportarten konzentriert.
  • Die Landesregierung und der Landessportbund Brandenburg haben mit der 2006 entschiedenen Systemumstellung bei der Begabungsförderung im Sport eine "Qualitätsoffensive im Spitzen- und Nachwuchsleistungssport" eingeleitet. Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt eine Evaluierung der Qualitätsoffensive.
  • Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt dem Sportministerium alle Bemühungen zu unterstützen, um individuelle Schullaufbahnen zu ermöglichen. Allgemeines Ziel ist es, alle Voraussetzungen für einen bestmöglichen Schulabschluss bei gleichzeitiger Gewährleistung des Anschluss- und Hochleistungstrainings zu schaffen.
  • Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt den Ausbau der Olympiastützpunkte als Betreuungs- und Serviceeinrichtungen für Bundeskaderathletinnen und -athleten sowie deren Trainerinnen und Trainer.
  • Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt der Landesregierung, die Sportstätten-Infrastruktur für den Leistungssport gemeinsam mit den Städten Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam weiter zu entwickeln und in diesem Zusammenhang im kommenden Jahr ein Investitionskonzept vorzulegen.
  • Die 5. Landessportkonferenz empfiehlt dem MBJS, gemeinsam mit dem Behindertensportverband Brandenburg und dem LSB Brandenburg die Begabungsförderung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung weiter auszubauen und insbesondere den begonnenen Weg der Förderung durch Integration in die Spezialschulen Sport fortzusetzen.

Kooperationsvereinbarung zum Leistungssport:

Die "Kooperationsvereinbarung zur weiteren Ausgestaltung und Vervollkommnung von Talentsuche und Nachwuchsförderung im Zuge der Systemumstellung an den Spezialschulen Sport des Landes Brandenburg sowie zur Erhöhung der Wirksamkeit des schulischen Trainings" tritt ab sofort in Kraft. Ziel: An den Spezialschulen Sport sollen die leistungssportlichen Ausbildungskonzepte in Form "schulinterner Lehrpläne" für die 14 Schwerpunkt-Sportarten des Deutschen Olympischen Sportbundes sowie für drei regionale Sportarten im Land Brandenburg grundlegend erneuert werden. Die neuen Ausbildungskonzepte gelten seit diesem Schuljahr und werden von Vertretern des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) sowie von der Universität Potsdam unter trainingswissenschaftlichen, sportmedizinischen, sportpädagogischen und sportpsychologischen Gesichtspunkten unter die Lupe genommen. Überprüft werden unter anderem

  • die Planung sowie die Kontrolle und Analyse des Trainings,
  • die Kontrolle und die Diagnostik der Leistungsentwicklung der Sportlerinnen und Sportler sowie
  • die Gesamteinschätzung der Leistungsentwicklung und der Wirksamkeit des Trainings.

Das IAT betreut dabei die Sportarten Boxen, Gerätturnen, Gewichtheben, Handball, Judo, Kanurennsport, Leichtathletik, Moderner Fünfkampf, Ringen, Schwimmen und Volleyball. Die Sportarten Fußball, Rudern und Sportschießen werden durch die Universität Potsdam betreut.

Landessportkonferenz:

Die Landessportkonferenz kommt in der Regel einmal jährlich zusammen, berät die Landesregierung in allen Grundsatzangelegenheiten des Sports und kann Empfehlungen zur Förderung des Sports erarbeiten, die vom Sportministerium geprüft werden. Die Landessportkonferenz besteht aus Vertretern des Landessportbundes, des Landtages, des Sportministeriums, des Finanzministeriums, des Innenministeriums, des Gesundheitsministeriums, der kommunalen Spitzenverbände sowie der Sportwissenschaft und der Sportmedizin.


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