Sächsischer Literaturförderpreis geht an Undine Materni

"Zeitgenössische Kunst hat es – von Ausnahmen einmal abgesehen – nie leicht gehabt. Sie bedarf daher nicht nur einer symbolischen Unterstützung. Der Verantwortung für die Entstehung des ´kulturellen Erbes von morgen` werden wir nur dann gerecht, wenn wir jungen Künstlern mit Preisen und Stipendien Spielraum für neue Produktionen geben und ihre Existenz für eine Weile verbessern helfen", sagte Sachsens Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Dr. Eva-Maria Stange, heute bei der Verleihung des Literaturförderpreises des Kunstministeriums in Bautzen. Der mit 5.500 Euro dotierte Förderpreis werde nach 2006 in diesem Jahr zum 2. Mal vergeben. Der Förderpreis geht in diesem Jahr an die in Dresden lebende Autorin Undine Materni.

24.09.2008 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Schriftstellerinnen wie Undine Materni haben es mit der Sprache als einem Rohstoff zu tun, der in unserer Gesellschaft so verbreitet ist wie kein anderer", so die Ministerin. Aber gerade das mache diesen "Rohstoff" so schwierig, weil jeder der festen Überzeugung sei, nur er könne damit meisterlich umgehen und ihn entsprechend bearbeiten. Der Freistaat Sachsen habe der Sprache eben wegen ihrer eminenten Bedeutung im Leben und in der Kunst neben dem Literaturförderpreis sowohl den Lessing-Preis mit seinen beiden Förderpreisen als auch den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung gewidmet.

Die Sächsischen Literaturtage fanden in diesem Jahr zum fünften Mal statt. Sie wurden 1999 erstmals im Vogtland ausgerichtet und danach im Zweijahresrhythmus fortgesetzt. Damit hätten sich die Literaturtage, so Ministerin Dr. Stange, als sächsisches Lese- und Literaturfestival fest im Kulturleben des Freistaates etabliert. "Sie sind zu einem festen sächsischen kulturellen Aushängeschild geworden."

Die Preisträgerin:
Undine Materni wurde 1963 in Sangerhausen geboren. Nach ihrem Studium am Institut für Literatur Johannes R. Becher in Leipzig arbeitete sie als freie Mitarbeiterin und Lektorin u.a. bei der Sächsischen Zeitung und dem Dresdner Stadtmagazin SAX. Seit 2006 arbeitet Undine Materni als freie Autorin, Lektorin und Publizistin. Sie veröffentlichte Lyrik, Prosa, Essays, Kinderbücher und Nachdichtungen.

Die Jury:
Die Preisträgerin wurde auf Vorschlag einer von der Kunstministerin eingesetzten Jury ausgewählt. Der Jury gehörten die Journalisten Ulf Heise (Vorsitz) und Dr. Thomas Gärtner sowie die Schriftsteller Ralf Günther, Norbert Weiß und Martina Hefter an.


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