Scharfe Pointen werben fürs Schreibenlernen

Die Autorinnen Anja Inep und Maike Tjaden treffen sich auf der Frankfurter Buchmesse. Dort sprechen sie über die Komik im Leben und auf dem Papier. Und übers Schreiben. Wie eben alle auf der Messe – oder eher wie sonst keiner: Denn die beiden haben erst nach ihrer Schulzeit schreiben gelernt. Sie wissen, wovon sie reden, wenn sie die Probleme von Menschen mit niedriger Lese- und Schreibkompetenz schildern. Aber auch, wenn sie davon erzählen, wie sie das Texten entdeckt und Lust auf mehr bekommen haben.

07.10.2009 Pressemeldung Deutscher Volkshochschul-Verband e.V. (DVV)

"Lust auf mehr" heißt auch das Buch, das Anja Inep und Maike Tjaden in Frankfurt vorstellen. Geschrieben haben sie es gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Lese- und Schreibkursen: an der Volkshochschule Norden, der Volkshochschule Oldenburg, anderen Volkshochschulen und Bildungseinrichtungen quer durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Witzig, mitunter sarkastisch stellen die Autorinnen und Autoren Konventionen im Umgang zwischen Frauen und Männern, Klischees der Fernseh- und Computerwelt und immer wieder auch ihre eigene Situation dar. Herausgegeben wird das Buch vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV), gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Comiczeichner Harm Bengen hat die Texte bebildert. Treffsicher greift der Ostfriese in seinen Cartoons die Pointen mit der Zeichenfeder auf und bringt sie in seiner eigenen Lesart noch einmal neu aufs Blatt.

Mit diesem Band treten die Autorinnen und Autoren auch in einen Dialog mit Profis des geschriebenen Worts: So animierten sie den Kabarettisten und Schriftsteller Konrad Beikircher, über seine eigenen Erfahrungen mit Menschen, die nicht lesen und schreiben können, zu berichten. Und der Buchautor Alexander Marguier, leitender FAZ-Redakteur, sagt im Nachwort, warum er aus ganz persönlichen Gründen vor denen, die den Code der Schriftsprache erst spät entschlüsseln, den Hut zieht.

Anja Inep und Maike Tjaden erwarten Sie am Mittwoch, dem 14. Oktober 2009, von 11 bis 13 Uhr am DVV-Stand in der "LitCam Lounge" (Halle 4.2). Sie stehen hier für Interviews und vertiefende Gespräche gerne zur Verfügung.

"Lust auf mehr" entstand im Rahmen der so genannten "Verbleibsstudie", einem Verbundprojekt, an dem der DVV zusammen mit der FU Berlin, der TU Chemnitz, der Universität Frankfurt a.M., der Universität Hamburg und der Universität Hannover beteiligt ist. Hier wird untersucht, was sich im Leben von Erwachsenen, die lesen und schreiben lernen, verändert. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist die bildungs- und verbandspolitische Vertretung der Volkshochschulen und der VHS-Landesverbände auf Bundes- und europäischer Ebene. Hinter ihm stehen die rund 1000 Volkshochschulen in Deutschland.


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