"Sofortprogramm für bessere Bildung"

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hält einen Ausbau des Bildungssystems in NRW durch mehr öffentliche Investitionen in Schulen und Hochschulen für erforderlich. Die Gewerkschaft wertet die Ergebnisse der aktuellen OECD-Studie über teils rückläufige Bildungsausgaben in Deutschland als alarmierend. Die Landesregierung in NRW muss ihren Teil dazu beitragen, diesen gefährlichen Trend umzukehren.

08.09.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen

"Wir brauchen kleinere Lerngruppen in Kindergärten und Schulen, mehr Hochschulpersonal und bessere Studienbedingungen. Nur mit einer Erhöhung des Bildungsetats in NRW um mindestens 10%, das sind gut 1,5 Mrd. EURO jährlich, kann die chronische Unterfinanzierung der Bildungseinrichtungen in NRW mittelfristig ausgeglichen werden", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber. Der GEW-Vorsitzende erwartet von der Landesregierung ein "Sofortprogramm für gute Bildung in NRW". Von der Entscheidung des Dresdner Bildungsgipfels vom Oktober letzten Jahres, die öffentlichen und privaten Bildungsausgaben auf 10% des Bruttoinlandsproduktes zu erhöhen, sei man noch meilenweit entfernt.

Der aktuelle OECD-Report weist für Deutschland einen Anteil von 4,8% des Bruttoinlandsproduktes für die gesamten öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildung in Deutschland aus, mit rückläufiger Tendenz. Die Ausgaben für Schüler und Studierende in Deutschland haben sich in den letzten Jahren nicht verändert, während sie in vielen anderen OECD-Ländern teils deutlich zugenommen haben.


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