Deutscher Bundestag

SPD will Analphabetismus bekämpfen

(hib/ROL) - Die Studie "leo. – Level-One" hat 2010 im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung als erste Untersuchung in Deutschland die Größenordnung des Analphabetismus unter der erwerbsfähigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren untersucht. Analphabetismus im engeren Sinne betrifft mehr als vier Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung, was etwa 2,3 Millionen Menschen entspricht.

10.05.2012 Pressemeldung Deutscher Bundestag

In ihrem Antrag "Alphabetisierung und Grundbildung in Deutschland fördern – Für eine nationale Alphabetisierungsdekade" (17/9564) fordert die Fraktion der SPD die Bundesregierung in einem 33-Punkte-Katalog auf, bei der Alphabetisierung und Grundbildung eine Führungsrolle einzunehmen und eine zehnjährige Kampagne zur Alphabetisierung im Rahmen einer gemeinsamen nationalen Strategie zu starten.

Die Bundesregierung soll nach Ansicht der Sozialdemokraten einen eigenen finanziellen und organisatorischen Beitrag leisten. 2012 sollen mindestens 25 Millionen Euro und ab 2013 mindestens 50 Millionen Euro im Jahr als Beitrag des Bundes für konkrete Maßnahmen der Alphabetisierungskampagne bereit gestellt werden. Außerdem erscheint es der SPD sinnvoll, die Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren. In ihrem Antrag schreibt die SPD: "Die Betroffenen haben sich deshalb Strategien zur Tarnung angeeignet." Oftmals würden sie "ein Leben am Rande der Gesellschaft mit geringer Teilhabe führen", weil sie Angst hätten, entdeckt zu werden.

Außerdem soll mit Qualitätsvorgaben in Aus- und Fortbildung sowie guten Arbeitsbedingungen für Kursleiter eine hohe Qualität in der Alphabetisierungs – und Grundbildungsarbeit gesorgt werden. Ferner erwartet die SPD, dass durch Monitoring und Evaluation Grundlagen für eine erfolgreiche Arbeit geschaffen werden.

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