Staatskapelle Halle: Olbertz schlägt Spitzengespräch vor

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz hat Oberbürgermeisterin Dagmar Szabados in einem Brief ein gemeinsames Spitzengespräch mit dem Gründungsbeauftragten der Kultur-GmbH, Rolf Stiska, und dem Orchestervorstand der Staatskapelle vorgeschlagen.

11.11.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

"Ich mache mir ebenso wie die Oberbürgermeisterin Sorgen um die Zukunft und das Aufgabenprofil der Staatskapelle, die neben der sinfonischen Arbeit auch als Opernhausorchester und regelmäßig als Händelfestspielorchester fungieren muss", erklärte der Minister. "Dies rechtfertige einen größeren Klangkörper als ein vergleichbares A-Orchester anderswo in Deutschland, natürlich flankiert durch einen Haustarifvertrag, der eine entsprechende Größenordnung auch in finanzieller Hinsicht ermöglicht."

Bei einer geschickten Koordinierung der Spielpläne und einer abgestimmten Planung der musikalischen Höhepunkte wären der hohe künstlerische Anspruch des Orchesters und seine überregionale Botschafterfunktion für Sachsen-Anhalt auch in Zukunft zu erfüllen, so Olbertz. Das Orchester könnte sich dabei an vergleichbaren Klangkörpern wie etwa in Hamburg, Stuttgart oder Düsseldorf orientieren.

Olbertz machte erneut darauf aufmerksam, dass Halle künftig rund ein Drittel der gesamten Landesförderung für Theater und Orchester erhalte. Mehr sei auch den anderen Standorten gegenüber, insbesondere in den Oberzentren, nicht zu rechtfertigen. Deshalb müsse der schmerzliche Prozess des Umbaus der Angebotsstrukturen in Halle durchgehalten und in vernünftige und zukunftsfähige Lösungen einmünden.


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